1. Eine zwischen Gesamtbetriebsrat und Unternehmensleitung geschlossener Interessenausgleich mit einer Teilnamensliste ist nur dann wirksam und löst die Vermutungsregelung des § 1 Abs. 5 KSchG aus, wenn die Umsetzung…

des Interessenausgleichs mit Namensliste ein in sich geschlossenes Regelungssystem erfasst, wenn die Namensliste eine Umstrukturierungsmaßnahme abschließend durch Nennung aller betroffenen Arbeitnehmer erfasst. 2. Einigen sich die Betriebspartner jedoch zunächst nur auf einen Teil der zu entlassenden Arbeitnehmer und behalten sich die Beratung über weitere zu entlassende Arbeitnehmer vor, ist das unternehmerische Konzept zur Umstrukturierung nicht abschließend beurteilt.Verweis auf Parallelentscheidungen des Arbeitsgerichts Cottbus (teilweise von anderen Kammern):Az. 2 Ca 1485/11 – Urteil vom 15.02.2012Az. 2 Ca 1486/11 – Urteil vom 15.02.2012Az. 8 Ca 1453/11 – Urteil vom 23.02.2012Az. 8 Ca 1481/11 – Urteil vom 23.02.2012

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