(Brühl) So manche Eltern reiben sich in diesen Tagen ver­wun­dert die Augen, weil plöt­zlich Polizei und Staat­san­waltschaft mit einem Durch­suchungs­beschluss vor der Haustür ste­hen und den Home-Com­put­er der Eltern oder Kinder beschlagnah­men.

Der Grund, so der Darm­städter Fachan­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht Tom Eil­ers, LL. M., von der Deutschen Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Brühl: Die Kinder haben sich über den PC in sogen. Musik­tauschbörsen ein­gel­og­gt und ille­gal Musik aus dem Inter­net herun­terge­laden. Dabei sind sich häu­fig wed­er die Eltern noch die Kinder ein­er Schuld bewusst, ruft das grosse Ange­bot im Inter­net doch förm­lich zum Herun­ter­laden auf. Doch Vor­sicht, mah­nt Experte Eil­ers, denn: Wer ille­gal Musik aus dem Inter­net herun­ter­lädt, ver­let­zt nicht nur das Urhe­ber­recht des Rechtsin­hab­ers, er macht sich auch straf­bar. Auch wenn die Ver­fahren meis­tens eingestellt wer­den, bleibt es für die Eltern in der Regel eine teure Angele­gen­heit, denn: Im Nor­mal­fall erhal­ten die Rechtsver­let­zer im Auf­trage eines Zusam­men­schlusses der Unternehmen der Musikin­dus­trie eine Abmah­nung durch eine beauf­tragte  Anwalt­skan­zlei, ver­bun­den mit der Auf­forderung, eine sogen. „straf­be­wehrte Unter­las­sungserk­lärung“ abzugeben. Gle­ichzeit­ig wird in der Regel ein vier­stel­liges Hon­o­rar fäl­lig. Hier­bei hil­ft auch nicht, dass die Eltern häu­fig von den Aktiv­itäten der Sprösslinge keine Ken­nt­nis haben. Diese Ausrede, so Eil­ers, find­et wegen der sogen. „Stör­erhaf­tung“ in der Regel keine Beach­tung. Ver­ant­wortlich für die Urhe­ber­rechtsver­let­zun­gen sei  grund­sät­zlich auch, wer durch Zugang zu seinem Rech­n­er die Urhe­ber­rechtsver­let­zung (erst) ermöglicht. Auch wenn diese strik­te Recht­sausle­gung derzeit  von Gericht zu Gericht etwas „aufgewe­icht“ wird, verbleibt ein hohes Kosten­risiko für die Ver­let­zer, so dass Eltern darauf acht­en soll­ten, was ihre Kinder am Com­put­er so treiben, betont Eil­ers. Komme es dann doch zu ein­er der­ar­ti­gen Abmah­nung oder Haus­durch­suchung, sollte auf jeden  Fall sofort kom­pe­ten­ter anwaltlich­er Rat zu Hil­fe genom­men wer­den, um das Schlimm­ste zu ver­mei­den. Hin­ter­grund dieser drastis­chen Maß­nahme, die bis heute zu rd. 50.000 Abmah­nun­gen in Deutsch­land geführt hat: Die Musikin­dus­trie will den ille­galen Down­load von Musik aus dem Inter­net eindäm­men, der ihr jährlich Ver­luste in mehrstel­liger Mil­lio­nen­höhe beschert.


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