(Kiel) In ver­schie­de­nen Gerichts­ur­tei­len haben die Gerich­te in die­sem Jahr zuguns­ten der Bau­spar­kas­sen ent­schie­den, soweit in den jewei­li­gen Fäl­len die Höhe der jeweils fäl­li­gen Abschluss­ge­bühr ange­grif­fen wor­den war.

Dar­auf ver­weist der Ham­bur­ger Rechts­an­walt Mat­thi­as W. Kroll, LL.M., Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Finanz­dienst­leis­tungs- und Ver­si­che­rungs­recht“ der DASV Deut­schen Anwalt- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ver­schie­de­ne Urtei­le, u. a. der Land­ge­rich­te (LG) Ham­burg, Heil­bronn und Dort­mund.


So unter­lag u. a. jüngst die Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len bei dem LG Ham­burg (Az.: 324 O 777/08) der Bau­spar­kas­se Deut­scher Ring AG, als sie eine Abschluss­ge­bühr von 1,6 Pro­zent der Bau­spar­sum­me für unzu­läs­sig erklä­ren las­sen woll­te. Die Abschluss­klau­sel stel­le im vor­lie­gen­den Fall eine nicht der AGB-recht­li­chen Kon­trol­le unter­wor­fe­ne Preis­ab­re­de dar, die Art und Umfang der ver­trag­li­chen Haupt­leis­tungs­pflicht und die hier­für zu zah­len­de Ver­gü­tung unmit­tel­bar rege­le. „Kon­troll­fä­hig“ sei­en nur Preis­ne­ben­ab­re­den, was hier jedoch nicht der Fall sei. Statt­des­sen bestehe bei der kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung des Preis­ge­fü­ges die Frei­heit, zwi­schen einer Pau­schal­ge­bühr und Ein­zel­prei­sen oder einer Kom­bi­na­ti­on zwi­schen bei­dem zu wäh­len, was hier in recht­lich zuläs­si­ger Wei­se erfolgt sei.


Im Übri­gen, so Kroll, habe das LG Ham­burg  auch unter Ver­weis auf ein Urteil des LG Heil­bronn vom 12. 3. 2009, Az. 6 O 341/08, fest­ge­stellt, dass der Ein­tritt in die Bau­spar­er­ge­mein­schaft bereits mit dem Ver­trags­schluss in die­sem Moment den Anspruch des Bau­spa­rers begrün­de, für den Fall künf­ti­gen ver­trags­ge­mä­ßen Ver­hal­tens bei Zutei­lungs­rei­fe einen Kre­dit in bestimm­ter Höhe zu einem bestimm­ten Zins­satz zu erhal­ten. Die­se Pla­nungs­si­cher­heit und Zins­si­che­rung durch Auf­nah­me in die Bau­spar­er­ge­mein­schaft stel­le eine unmit­tel­ba­re Gegen­leis­tung für die Abschluss­ge­bühr dar.


In dem Ver­fah­ren vor dem LG Heil­bronn hat­te bereits die Bau­spar­kas­se Schwä­bisch Hall AG hin­sicht­lich ihrer Abschluss­ge­büh­ren obsiegt. Auch in einem wei­te­ren Ver­fah­ren in die­sem Jahr und zwar vor dem LG Dort­mund (Az.: 8 O 319/08) war eine Bau­spar­kas­se inso­weit erfolg­reich, so Kroll, in die­sem Fal­le die LBS West AG.
Kroll mahn­te daher, die­se Urtei­le zu beach­ten und in Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er  dazu u. a. auch auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Mat­thi­as W. Kroll, LL.M.
Rechtsanwalt/Master of Insuran­ce Law
Lei­ter des Fach­aus­schus­ses XIV „Finanz­dienst­leis­tungs- und Ver­si­che­rungs­recht“
der DASV Deut­schen Anwalt- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V.
c/o. Dr. Nietsch & Kroll Rechts­an­wäl­te
Spal­dings­tr. 110 B (Han­se-Haus)
20097 Ham­burg
Tel.:  +4940–238569 — 0
Fax: +4940–238569 — 10
Mail: kroll@nkr-hamburg.de
Inter­net: www.nkr-hamburg.de