(Kiel) Wer sei­nen Fir­men­wa­gen auch pri­vat fährt, muss für die pri­va­te Nut­zung fik­ti­ve Ein­nah­men ver­steu­ern. Dies wird anhand eines Fahr­ten­bu­ches ermit­telt oder mit der sog. 1% Metho­de.

Sind meh­re­re Fahr­zeu­ge im Betriebs­ver­mö­gen, so der Ham­bur­ger Steu­er­be­ra­ter und Fach­be­ra­ter für Rating (DStV e.V.) Frank Zin­gel­mann von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, und wer­den die­se Fahrt­zeu­ge nach­weis­lich allei­ne von dem Unter­neh­mer genutzt, so wird die pri­va­te Nut­zung nur für das teu­ers­te Fahr­zeug ange­setzt.


Soll­te das Finanz­amt sich dem nicht anschlie­ßen, was lei­der auf­grund eines ent­ge­gen­ste­hen­den neue­ren Urtei­les des Finanz­ge­richts Müns­ter (AZ 6 K 2405/07) häu­fi­ger vor­kom­men wer­de, so Zin­gel­mann, soll­te das Finanz­amt auf das BMF Schrei­ben Az IV A6-S2177‑1/02 ver­wie­sen und das Ruhen des Ver­fah­rens bean­tragt wer­den.
Soll­ten Fir­men­wa­gen nicht zur Pri­vat­nut­zung beschaf­fen sein, so müs­sen gar kei­ne fik­ti­ven Ein­nah­men hin­zu­ge­rech­net wer­den. Dies, so betont Zin­gel­mann, habe der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) in einem aktu­el­len Urteil noch ein­mal klar­ge­stellt, BFH Az. VI R 34/07.  Im Bei­spiels­fall han­del­te es sich um einen zwei­sit­zi­gen Kas­ten­wa­gen. Der Pkw hat­te einen fens­ter­lo­sen Auf­bau, war mit Werk­zeug aus­ge­stat­tet und hat­te war auf­fäl­lig beschrif­tet. Das Finanz­amt darf in die­sem Fall nicht pau­schal von einer Pri­vat­nut­zung aus­ge­hen, son­dern muss die­ses kon­kret nach­wei­sen. Die Beweis­pflicht der pri­va­ten Nut­zung lie­ge dann beim Finanz­amt.


Zin­gel­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Frank Zin­gel­mann
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