(Kiel)  Wel­cher Schall­schutz für die Errich­tung von Eigen­tums­woh­nun­gen geschul­det ist, ist in ers­ter Linie durch Aus­le­gung des Ver­tra­ges zu ermit­teln. Wird ein übli­cher Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dard geschul­det, muss sich das ein­zu­hal­ten­de Schall­dämm-Maß an die­ser Ver­ein­ba­rung ori­en­tie­ren.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 30.06.2009 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vom 04.06.2009, Az.: VII ZR 54/07.


Der Umstand, dass im Ver­trag auf eine “Schall­däm­mung nach DIN 4109” Bezug genom­men ist, lässt schon des­halb nicht die Annah­me zu, es sei­en le-iglich die Min­dest­ma­ße der DIN 4109 ver­ein­bart, weil die­se Wer­te in der Regel kei­ne aner­kann­ten Regeln der Tech­nik für die Her­stel­lung des Schall­schut­zes in Woh­nun­gen sind, die übli­chen Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dards genü­gen, so der BGH.


Kann der Erwer­ber nach den Umstän­den erwar­ten, dass die Woh­nung in Bezug auf den Schall­schutz übli­chen Qua­li­täts- und Kom­fortstan­dards ent­spricht, müs­se der Unter­neh­mer, der hier­von ver­trag­lich abwei­chen will, den Erwer­ber deut­lich hier­auf hin­wei­sen und ihn über die Fol­gen einer sol­chen Bau­wei­se für die Wohn­qua­li­tät auf­klä­ren. Der Ver­weis des Unter­neh­mers in der Leis­tungs­be­schrei­bung auf “Schall­däm­mung nach DIN 4109” genü­ge hier­für nicht.


Disch­ke mahn­te, die­ses Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Bau- und Archi­tek­ten­recht sowie Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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