(Kiel) Der Bun­des­ge­richts­hof hat sich soeben mit der Scha­dens­er­satz­pflicht eines vor­ran­gi­gen Grund­pfand­gläu­bi­gers gegen­über dem Inha­ber einer nach­ran­gi­gen Grund­schuld befasst.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf eine Mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vom 19. April 2013 zu sei­nem Urteil vom sel­ben Tage, Az. V ZR 47/12.

In dem zu ent­schei­den­den Ver­fah­ren war die beklag­te Bank Inha­be­rin von zwei erst­ran­gi­gen Grund­schul­den, die auf ins­ge­samt drei Grund­stü­cken des­sel­ben Eigen­tü­mers las­te­ten. Die kla­gen­de Spar­kas­se war Inha­be­rin einer auf den drei Grund­stü­cken las­ten­den nach­ran­gi­gen Gesamt­grund­schuld. Die zwi­schen ihr und dem Eigen­tü­mer der drei Grund­stü­cke getrof­fe­ne Siche­rungs­ver­ein­ba­rung sieht die Abtre­tung des Anspruchs auf Rück­ge­währ aller vor- und gleich­ran­gi­gen Grund­schul­den vor. Die Klä­ge­rin zeig­te der Beklag­ten die Abtre­tung an. In der Fol­ge­zeit über­trug die Beklag­te die nur noch teil­wei­se valu­tie­ren­den Grund­schul­den gegen Zah­lung von rund 150.000,00 € an eine wei­te­re Bank. Die Erwer­be­rin ließ die Grund­schul­den neu valu­tie­ren. Spä­ter bewil­lig­te sie gegen Zah­lung von 450.000,00 € deren Löschung im Zusam­men­hang mit einer Ver­äu­ße­rung der Grund­stü­cke.

Die Klä­ge­rin ist der Auf­fas­sung, sie hät­te die Rück­ge­währ der vor­ran­gi­gen Grund­schul­den ver­lan­gen kön­nen, soweit die­se im Zeit­punkt der Über­tra­gung nicht mehr valu­tier­ten. Sie hat in den Vor­in­stan­zen erfolg­los den Ersatz eines Scha­dens von 300.000,00 € ver­langt, der ihr dadurch ent­stan­den sein soll, dass die Beklag­te die Grund­schul­den ohne ihre Zustim­mung an eine ande­re Bank über­trug.

Der unter ande­rem für Grund­pfand­rech­te zustän­di­ge V. Zivil­se­nat hat der von ihm zuge­las­se­nen Revi­si­on der Klä­ge­rin statt­ge­ge­ben, so Hün­lein.

Er hat ent­schie­den, dass die Nicht­er­fül­lung des Rück­ge­währ­an­spruchs einen Scha­dens­er­satz­an­spruch begrün­den kann. Das setzt vor­aus, dass der Siche­rungs­zweck für die vor­ran­gi­ge Grund­schuld end­gül­tig weg­ge­fal­len ist. Hier kommt dies in Betracht, weil nach den Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts davon aus­zu­ge­hen ist, dass die Beklag­te ihre Geschäfts­be­zie­hung mit dem Siche­rungs­ge­ber been­det hat. Weil das Beru­fungs­ge­richt unter ande­rem zu dem ent­stan­de­nen Scha­den noch nähe­re Fest­stel­lun­gen tref­fen muss, hat der Senat das Urteil auf­ge­ho­ben und die Sache zur neu­en Ver­hand­lung an das Beru­fungs­ge­richt zurück­ver­wie­sen.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, die Ent­schei­dung zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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