(Kiel) Auch für aus­schließ­lich beruf­lich ein­ge­setz­te Per­so­nal­com­pu­ter (PC) mit Inter­net­zu­gang müs­sen Rund­funk­ge­büh­ren bezahlt wer­den.

Dar­auf ver­weist der Pots­da­mer Steu­er­fach­walt und Fach­an­walt für Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Andre­as Klo­se, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter Bran­den­burg der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­ho­fes zu sei­nem Urteil vom 19. Mai 2009, Az.: 7 B 08.2922.


Der Klä­ger, ein Rechts­an­walt, hat­te gegen­über der Gebüh­ren­ein­zugs­zen­tra­le der öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten (GEZ) ange­ge­ben, in sei­ner Kanz­lei einen inter­net­fä­hi­gen PC nur für beruf­li­che Zwe­cke und nicht zum Rund­funk­emp­fang zu nut­zen. Dar­auf­hin teil­te die GEZ dem Klä­ger mit, dass er seit dem 1. Janu­ar 2007 rund­funk­ge­büh­ren­pflich­tig sei, und setz­te, nach­dem der Klä­ger die mit­ge­teil­ten Rund­funk­ge­büh­ren nicht bezahlt hat­te, die­se mit Bescheid fest.


Die hier­ge­gen erho­be­nen Wider­sprü­che und die Kla­ge vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Ans­bach blie­ben erfolg­los.


Der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof bestä­tig­te nun die vor­an­ge­gan­ge­ne Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Ans­bach, betont Klo­se.


In der münd­li­chen Ver­hand­lung habe der Senat mit den Betei­lig­ten unter ande­rem die Fra­ge dis­ku­tiert, ob der Klä­ger über­haupt Rund­funk­teil­neh­mer sei, d.h. mit dem PC ein Gerät zum Emp­fang bereit­hal­te, sowie die Fra­ge, ob der Gesetz­ge­ber aus Grün­den der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit unter Umstän­den ver­pflich­tet sei, den Zugang zu inlän­di­schen Rund­funk­pro­gram­men im Inter­net von einer Regis­trie­rung des betref­fen­den Rund­funk­teil­neh­mers abhän­gig zu machen (z.B. über ein “GEZ-Por­tal”). Auf die­se Wei­se könn­te dar­auf ver­zich­tet wer­den, schon für das Bereit­hal­ten eines inter­net­fä­hi­gen PCs Rund­funk­ge­büh­ren zu ver­lan­gen.


Das Gericht hat die Revi­si­on gegen die­ses Urteil zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig zuge­las­sen.
Klo­se emp­fahl, das Urteil und ggfs. den wei­te­ren Fort­gang zu beach­ten und bei ähn­li­chen Fäl­len auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len und ver­wies in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  -


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