(Kiel) Das Land­ge­richt Coburg hat die Kla­ge zwei­er Ver­si­che­rungs­neh­mer auf Kos­ten­er­stat­tung für den Bruch eines Regen­ab­fluss­roh­res gegen ihren Ver­si­che­rer abge­wie­sen. Der Bruch eines Regen­ab­fluss­roh­res sei näm­lich nicht von der vor­han­de­nen Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung erfasst.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 16. Juli 2010 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Land­ge­richts (LG) Coburg vom 16.03.2010, Akten­zei­chen 23 O 786/09; rechts­kräf­tig.

Am Haus der Klä­ger kam es im Früh­jahr 2008 zu einem Über­lau­fen der Dach­rin­ne. Die geru­fe­nen Hand­wer­ker stell­ten fest, dass das Regen­ab­fluss­rohr außer­halb eines Gebäu­des, aber auf dem Grund­stück, für das eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bestand, gebro­chen war. Die Klä­ger woll­ten von dem beklag­ten Ver­si­che­rer die Kos­ten für die Rohr­in­spek­ti­on und die Kos­ten für die Instand­set­zung nach dem Kos­ten­vor­anschlag einer Fach­fir­ma, ins­ge­samt über 8.700 €. Der beklag­te Ver­si­che­rer mein­te, der gel­tend gemach­te Scha­den sei von der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung über­haupt nicht erfasst.

Das Land­ge­richt Coburg wies die ent­spre­chen­de Kla­ge ab, so Klar­mann.

Bereits nach dem Wort­laut der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen für die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung sind vom Ver­si­che­rungs­schutz nur Ablei­tungs­roh­re der Was­ser­ver­sor­gung außer­halb ver­si­cher­ter Gebäu­de auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück erfasst, soweit die­se Roh­re der Ent­sor­gung ver­si­cher­ter Gebäu­de die­nen. Das Land­ge­richt stell­te, wie bereits ande­re Gerich­te vor­her, fest, dass ein Abfluss­rohr für Regen­was­ser, das nicht auch häus­li­che Abwäs­ser abführt, nicht der Was­ser­ver­sor­gung zuzu­ord­nen ist. Nach Mei­nung des Gerichts erge­be sich dies bereits aus dem all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch. Daher wies das Gericht die Kla­ge ab.

Klar­mann emp­fahl, das Urteil zu beach­ten und bei Fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.


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