(Kiel) Das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt hat soeben ent­schie­den, dass der ein­zel­ne Bür­ger eine Anhe­bung der Grund­steu­er B regel­mä­ßig nicht ver­hin­dern kann.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ver­wal­tungs­ge­richts (VG) Neu­stadt vom 14.06.2012 zu sei­nem Urteil vom 23. Mai 2012 – 1 K 1101/11.NW –.

In dem zugrun­de lie­gen­den Gerichts­ver­fah­ren klag­te ein Steu­er­pflich­ti­ger aus der Süd­pfalz gegen die von der Orts­ge­mein­de beschlos­se­ne Erhö­hung des Hebe­sat­zes für die Grund­steu­er B von 320 % auf 350 % ab dem Jahr 2011. Dies brach­te für den Betrof­fe­nen eine jähr­li­che Mehr­be­las­tung von rund 23,– € mit sich. Er mach­te gel­tend, die Orts­ge­mein­de müs­se zur Deckung ihres Finanz­be­darfs vor­ran­gig auf Ent­gel­te für ihre Leis­tun­gen zurück­grei­fen erhe­ben, bevor sie die Steu­ern für ihre Bür­ger erhö­he (sog. Sub­si­dia­ri­täts­grund­satz). So müs­se sie vor­ran­gig z.B. Son­der­nut­zungs­ge­büh­ren anläss­lich des his­to­ri­schen Dorf­fes­tes erhe­ben.

Damit hat­te er kei­nen Erfolg, so Hün­lein. Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies sei­ne Kla­ge ab.

In dem Urteil vom 23. Mai 2012 füh­ren die Rich­ter zur Begrün­dung aus: Die Fest­set­zung des Hebe­sat­zes für die Grund­steu­er B ste­he im wei­ten Ermes­sen der Gemein­de. Die Steu­er­erhe­bung dür­fe nicht will­kür­lich sein und kei­ne erdros­seln­de Wir­kung für die Bür­ger haben, was hier aber nicht der Fall sei. Auf die haus­halts­recht­li­chen Grund­sät­ze der Wirt­schaft­lich­keit und Spar­sam­keit und den Sub­si­dia­ri­täts­grund­satz für die Steu­er­erhe­bung kön­ne sich der ein­zel­ne Bür­ger aber regel­mä­ßig nicht beru­fen. Dies sei viel­mehr Sache der Auf­sichts­be­hör­den.

Der Klä­ger hat die Zulas­sung der Beru­fung gegen das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz in Koblenz bean­tragt.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, den Fort­gang zu beach­ten und in ver­wal­tungs­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten ggfs. recht­zei­tig um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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