(Kiel) Der Mie­ter einer Miet­sa­che darf das Eigen­tum des Ver­mie­ters nicht schä­di­gen. Wenn der Mie­ter eines Grund­stücks ohne vor­he­ri­ge Zustim­mung des Grund­stück­ei­gen­tü­mers zahl­rei­che Bäu­me auf dem Grund­stück fällt, macht er sich scha­dens­er­satz­pflich­tig.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Olden­burg vom 25.03.2010, 14 U 77/09.


Die Klä­ge­rin ist Eigen­tü­me­rin eines Grund­stücks in Lathen. Die Beklag­te hat einen Teil des Grund­stücks gemie­tet. Um die Sicher­heit der von ihr betrie­be­nen Anla­ge zu erhö­hen, hat­te die Beklag­te die Bun­des­forst­be­hör­de mit dem Abhol­zen von Bäu­men beauf­tragt. Ins­ge­samt wur­den 55 Bäu­me vom Grund­stück der Klä­ge­rin ent­fernt. Die­se hat­te von den Roh­dungs­ar­bei­ten aber erst im Nach­hin­ein erfah­ren. Die Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin ver­klag­te die Beklag­te auf rund 40.000 € Scha­dens­er­satz, weil sie das Grund­stück mit Baum­stand für einen höhe­ren Kauf­preis hät­te ver­kau­fen kön­nen. Die Bäu­me boten einen Sicht­schutz auf die­se Anla­ge. Ein fest zum Kauf ent­schlos­se­ner Käu­fer hat­te nach den Baum­fäll­ar­bei­ten kein Inter­es­se mehr an dem Grund­stück.


Das Ober­lan­des­ge­richt hat in der heu­te ver­kün­de­ten Ent­schei­dung das Land­ge­richt Osna­brück bestä­tigt. Die Beklag­te ist zum Scha­dens­er­satz ver­ur­teilt wor­den, betont Klar­mann.


Die Beklag­te habe schuld­haft ihre Pflich­ten aus dem Miet­ver­trag ver­letzt, da ein Ein­ver­ständ­nis der Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin mit den Baum­fäll­ar­bei­ten nicht vor­ge­le­gen habe. Die Höhe des Scha­dens­er­sat­zes erge­be sich aus dem ent­gan­ge­nen Gewinn der Klä­ge­rin. Der Senat hat die Revi­si­on nicht zuge­las­sen


Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Jens Klar­mann
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Arbeits­recht
DASV Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“
Pas­sau, Nie­mey­er & Col­le­gen
Walk­er­damm 1
24103 Kiel
Tel:  0431 – 974 300
Fax: 0431 – 974 3099
Email: j.klarmann@pani‑c.de
www.pani‑c.de