(Kiel) Das Land­ge­richt Han­no­ver hat nun alle Zivil­ver­fah­ren um Schmer­zens­geld wegen des Eisen­bahn­un­falls vom 09.09.2002 in Bad Mün­der abge­schlos­sen. Nach­dem das Gericht Hin­wei­se zur Sach- und Rechts­la­ge gege­ben hat­te, sind die meis­ten Ver­fah­ren durch Ver­glei­che der Pro­zess­par­tei­en been­det wor­den.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Gerichts vom 30.11.2009.


Beim Land­ge­richt Han­no­ver war infol­ge des Eisen­bahn­un­falls vom 09.09.2002 in Bad Mün­der eine Viel­zahl von Kla­gen auf Schmer­zens­geld ein­ge­reicht wor­den. Die Klä­ger mach­ten jeweils gel­tend, ihre Gesund­heit sei durch die bei dem Unfall frei­ge­setz­te Che­mi­ka­lie ECH beein­träch­tigt wor­den. Kon­kre­te gra­vie­ren­de Erkran­kun­gen waren bei den Klä­gern aller­dings nicht auf­ge­tre­ten. Zudem war zwei­fel­haft, ob die behaup­te­ten Beein­träch­ti­gun­gen über­haupt über blo­ße Baga­tell­be­ein­träch­ti­gun­gen wie bei einem gewöhn­li­chen Feu­er­wehr­ein­satz hin­aus­ge­gan­gen waren.


Gut­ach­ten kamen zu dem Ergeb­nis, dass die Che­mi­ka­lie ECH bin­nen kur­zer Zeit im Kör­per abge­baut und aus­ge­schie­den wer­de. Zwar kön­ne die Che­mi­ka­lie grund­sätz­lich krebs­aus­lö­send sein. Ande­re krebs­aus­lö­sen­de Fak­to­ren wie z.B. Rau­chen, Medi­ka­men­te, UV-Licht, Asbest oder Spon­tan­mu­ta­ti­on hät­ten aber “mit abso­lu­ter Sicher­heit ein grö­ße­res Gewicht für noch auf­tre­ten­de Tumor­er­kran­kun­gen als die ECH-Expo­si­ti­on”, so ein Gut­ach­ter.


In den meis­ten Ver­fah­ren kam es zu einer Eini­gung der Par­tei­en, wonach das beklag­te Eisen­bahn­un­ter­neh­men je Klä­ger einen nied­ri­gen vier­stel­li­gen Betrag zahl­te. Am 16.11.2009 wur­de auf die­se Wei­se das letz­te noch anhän­gi­ge Ver­fah­ren beim Land­ge­richt Han­no­ver durch Ver­gleich been­det.


Klar­mann emp­fahl, in ähn­li­chen Fäl­len ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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