(Kiel) Unter Hin­weis dar­auf, dass die Belas­tung allein der Arbeit­ge­ber mit der Finan­zie­rung des Kon­kurs­aus­fall­gel­des nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG ver­stößt, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Rei­se­un­ter­neh­mens nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf eine Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts (BVerfG)vom 25.03.2009 – 1 BvR 2553/08 -.


Die Beschwer­de­füh­re­rin, ein Rei­se­un­ter­neh­men, wand­te sich gegen die Her­an­zie­hung zur Insol­venz­geld-Umla­ge nach dem bis zum 31. Dezem­ber 2008 gel­ten­den Recht. Mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de rüg­te sie, dass das Insol­venz­geld allein von den Arbeit­ge­bern finan­ziert wer­de und zu einer Sub­ven­ti­on insol­ven­ter Markt­kon­kur­ren­ten auf Kos­ten der sol­ven­ten Kon­kur­renz füh­re. Das BVerfG hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, weil der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz (Art. 3 Abs. 1 GG) nicht ver­letzt sei, so Gie­se­ler.


Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt habe bereits frü­her ent­schie­den, dass die Belas­tung allein der Arbeit­ge­ber mit der Finan­zie­rung des Kon­kurs­aus­fall­gel­des nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG ver­sto­ße, weil die­se Ver­ant­wor­tung für die Ein­hal­tung ihrer Pflich­ten aus dem Arbeits­ver­trag
gegen­über ihren regel­mä­ßig vor­leis­ten­den Arbeit­neh­mern tra­gen und das Aus­fall­geld sie ledig­lich durch eine ver­si­che­rungs­mä­ßi­ge Risi­ken­ver­tei­lung zwi­schen den Arbeit­ge­bern belas­te.  Ände­run­gen der Sach- oder Rechts­la­ge durch den Über­gang vom Kon­kurs­aus­fall- zum Insol­venz­geld, die für ein Abwei­chen von die­sen Grund­sät­zen spre­chen, sei­en nicht ersicht­lich; ins­be­son­de­re sei der Arbeit­neh­mer auch wei­ter­hin auf­grund sei­ner Vor­leis­tungs­pflicht gegen­über dem Arbeit­ge­ber dem erheb­li­chen Risi­ko aus­ge­setzt, das
ver­trag­lich geschul­de­te Ent­gelt für sei­ne Arbeits­leis­tung nicht zu erhal­ten. Die­ses Argu­ment recht­fer­ti­ge es auch, den betrof­fe­nen Unter­neh­men zuzu­mu­ten, auf sehr mit­tel­ba­re Wei­se und in sehr beschränk­tem Umfang insol­ven­te Markt­kon­kur­ren­ten zu unter­stüt­zen, wenn
das Insol­venz­geld im Wege eines Insol­venz­plans zur wei­te­ren Ent­loh­nung der Beleg­schaft ein­ge­setzt wird.
Gie­se­ler mahn­te, das Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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