(Kiel) Der Bun­des­ge­richts­hof hat am 12.11.2009 über Ansprü­che der FIFA auf Löschung von Mar­ken ent­schie­den, die sich auf die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 2006 in Deutsch­land und 2010 in Süd­afri­ka bezie­hen und die Fer­re­ro hat ein­tra­gen las­sen.

Dar­auf ver­weist der Düs­sel­dor­fer Rechts­an­walt Mathi­as Zim­mer-Goertz von der Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. (DASV)  unter Hin­weis auf das Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vom 12. Novem­ber 2009 –  I ZR 183/07 – WM-Mar­ken.

Die Klä­ge­rin, die FIFA mit Sitz in der Schweiz, ver­an­stal­tet die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaf­ten. Sie ist Inha­be­rin zahl­rei­cher Mar­ken, die auf die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaf­ten 2006 in Deutsch­land und 2010 in Süd­afri­ka Bezug neh­men. Die beklag­te Fer­re­ro GmbH gibt zu Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaf­ten Sam­mel­bil­der her­aus, die sie ihren Scho­ko­la­den­er­zeug­nis­sen bei­legt. Sie hat meh­re­re Mar­ken ein­tra­gen las­sen, die eben­falls einen Bezug zur Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft auf­wei­sen, um ihre Sam­mel­bild­ak­ti­on mar­ken­recht­lich abzu­si­chern. Die Klä­ge­rin hat die Beklag­te auf Löschung der Mar­ken in Anspruch genom­men.


Der Bun­des­ge­richts­hof hat in Über­ein­stim­mung mit dem Beru­fungs­ge­richt die Löschungs­an­sprü­che der Klä­ge­rin sowohl unter kenn­zei­chen­recht­li­chen als auch wett­be­werbs­recht­li­chen Gesichts­punk­ten ver­nein, betont Zim­mer-Goertz.


Kenn­zei­chen­recht­li­che Ansprü­che der Klä­ge­rin hat der Bun­des­ge­richts­hof ver­neint, weil kei­ne Ver­wechs­lungs­ge­fahr zwi­schen den Mar­ken der Par­tei­en bestehe und die Klä­ge­rin die begehr­ten Ansprü­che auch nicht mit Erfolg auf Werk­ti­tel mit den Bezeich­nun­gen “WM 2010”, “GERMANY 2006” und “SOUTH AFRICA 2010” stüt­zen kön­ne. Aus Wett­be­werbs­recht abge­lei­te­te Ansprü­che hat der Bun­des­ge­richts­hof eben­falls ver­neint. Durch die Mar­ken der Beklag­ten wer­de der Ver­kehr nicht zu der unzu­tref­fen­den Annah­me ver­an­lasst, die Beklag­te sei offi­zi­el­ler Spon­sor der Klä­ge­rin. Die Beklag­te behin­de­re die Klä­ge­rin durch die Mar­ken­ein­tra­gun­gen nicht in wett­be­werbs­wid­ri­ger Wei­se in ihrem Bemü­hen, die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaf­ten durch Ein­räu­mung von Lizen­zen an Spon­so­ren zu ver­mark­ten. Auch auf die Gene­ral­klau­sel des § 3 UWG kön­ne die Klä­ge­rin die Löschungs­an­sprü­che nicht mit Erfolg stüt­zen. Das grund­ge­setz­lich geschütz­te Recht der Klä­ge­rin zur wirt­schaft­li­chen Ver­wer­tung der von ihr orga­ni­sier­ten Sport­ver­an­stal­tun­gen füh­re nicht dazu, dass ihr jede wirt­schaft­li­che Nut­zung, die auf das Sport­er­eig­nis Bezug neh­me, vor­be­hal­ten sei.


Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz emp­fahl bei hier­zu auf­kom­men­den Rechts­fra­gen u. a. auch die ent­spre­chend spe­zia­li­sier­ten Anwäl­tin­nen und Anwäl­te in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. — www.mittelstands-anwaelte.de.

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