(Kiel) Das Finanz­ge­richt Müns­ter hat in einem Urteil die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass bei der Füh­rung eines Fahr­ten­buchs ein Metho­den­wech­sel unter­jäh­rig unzu­läs­sig ist.

 

Dar­auf ver­weist der Hei­den­hei­mer Steu­er­be­ra­ter Klaus W. Schle­weit, Mit­glied der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Müns­ter vom 27.04.2012 (AZ 4 K 3589/09 E).

 

Ein Arbeit­neh­mer erhielt einen Dienst­wa­gen (Audi) zur Pri­vat­nut­zung. Von Janu­ar bis April wand­te er die 1 %-Metho­de an. Von Mai bis Okto­ber führ­te er ein Fahr­ten­buch. Ab Novem­ber erhielt er einen ande­ren Dienst­wa­gen (Mer­ce­des) und gab den Audi zurück. Für den Mer­ce­des führ­te er eben­falls ein Fahr­ten­buch. Das Finanz­amt erkann­te das Fahr­ten­buch für den Audi nicht an, weil er nicht von Janu­ar bis Okto­ber ein Fahr­ten­buch geführt hat­te.

 

Das Finanz­ge­richt gab dem Finanz­amt Recht, so Schle­weit.

 

Nach der Recht­spre­chung dür­fe man die Metho­de zur Ermitt­lung des geld­wer­ten Vor­teils der Pri­vat­nut­zung wech­seln, wenn das Fahr­zeug gewech­selt wird oder wenn das Kalen­der­jahr abge­lau­fen ist. Bei dem­sel­ben Fahr­zeug dür­fe man nicht wäh­rend eines Kalen­der­jah­res zwi­schen bei­den Metho­den wech­seln. Ein Fahr­ten­buch müs­se dann für das gesam­te Kalen­der­jahr geführt wer­den. Gegen die Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Müns­ter vom 27.04.2012 (AZ 4 K 3589/09 E) wur­de beim Bun­des­fi­nanz­hof Revi­si­on ein­ge­legt (AZ VI R 35/12). Strit­ti­ge Fäl­le soll­ten bis zur Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs offen gehal­ten wer­den.

Schle­weit emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen oder recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

 

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Klaus A. Schle­weit

  — Steu­er­be­ra­ter -

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