(Kiel) Der Koali­tionsver­trag von CDU/CSU und der FDP ist prak­tisch und „Dach und Fach“ und sieht ins­beson­dere auch in steuer­lich­er Hin­sicht für Bürg­erin­nern und  Bürg­er sowie Unternehmen Verän­derun­gen vor.

Welche dies u. a. sind, erläutert der Ham­burg­er Steuer­ber­ater und Fach­ber­ater für Rat­ing (DStV e.V.) Frank Zin­gel­mann von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel.


• Einkom­men­steuer


o Geld­w­ert­er Vorteil
Die Besteuerung von Jahreswa­genra­bat­ten für Mitar­beit­er soll zügig auf ein real­itäts­gerecht­es Maß gebracht wer­den. In diesem Zusam­men­hang will die Bun­desregierung auch die Angemessen­heit der Besteuerung des geld­w­erten Vorteils aus der Pri­vat­nutzung betrieblich­er Fahrzeuge über­prüfen.


o Steuer­ber­atungskosten
Durch das Gesetz zum Ein­stieg in ein steuer­lich­es Sofort­pro­gramm war es zur Stre­ichung des Son­der­aus­gaben­abzugs für Steuer­ber­atungskosten ab 2006 gekom­men. Der Abzug von Wer­bungskosten und Betrieb­saus­gaben war davon nicht betrof­fen. Daher musste eine müh­selige Aufteilung der Aufwen­dun­gen für Steuer­ber­ater, Lohn­s­teuer­hil­fevere­in oder Fach­lit­er­atur vorgenom­men wer­den.


Diese Dif­feren­zierung soll über den geplanten Bürokratieab­bau ent­fall­en, indem der steuer­liche Abzug pri­vater Steuer­ber­atungskosten wieder einge­führt wird.


• Vere­in­fachung des EStG


Das Steuer­recht soll spür­bar vere­in­facht wer­den. Umge­set­zt wer­den soll dies im Bere­ich des EStG ins­beson­dere dadurch, dass


o noch in dieser Leg­is­laturpe­ri­ode allen Bürg­ern auf Wun­sch eine voraus­ge­füllte Steuer­erk­lärung mit den bei der Finanzver­wal­tung vorhan­de­nen Dat­en zur Ver­fü­gung gestellt wird


o es zu ein­er Neuord­nung der steuer­lichen Abzugs­fähigkeit von Aus­bil­dungskosten kommt


o die Besteuerung von Rent­nern so vere­in­facht wird, dass kein aufwändi­ges Kon­trollmit­teilungsver­fahren und keine sep­a­rate Erk­lärungspflicht für Renten­bezüge mehr notwendig ist


o geprüft wer­den soll, ob Arbeit­nehmer die Steuerk­lärung auch für einen Zeitraum von 2 Jahren abgeben kön­nen


o  der Abzug von außergewöhn­lichen Belas­tun­gen gem. § 33 EStG vere­in­facht und in diesem Zusam­men­hang stärk­er typ­isiert und pauschaliert wird.


• Umsatzs­teuer


o Ist-Besteuerung
Im Ver­lauf der näch­sten vier Jahre wird unter Ein­beziehung der europäis­chen Vor­gaben geprüft, ob und in welchem Umfang das Prinzip der Ist-Besteuerung aus­geweit­et wer­den kann. Eine Umstel­lung auf die Ist-Besteuerung auf Leis­tungser­bringer- und ‑empfänger­seite kön­nte zur Bekämp­fung des Steuer­be­trugs und zur Verbesserung der Zahlungsmoral beitra­gen.


Bere­its in der Ver­gan­gen­heit beschlossen wurde die Umsatz­gren­ze bei der Ist-Ver­s­teuerung zwis­chen dem 1.7.2009 und dem 31.12. 2011 bun­desweit auf 500.000 EUR ange­hoben.


• Ermäßigter Steuer­satz
Ab dem 1.1.2010 soll der Tarif für Beherber­gungsleis­tun­gen im Hotel- und Gast­stät­tengewerbe auf 7 % ermäßigt wer­den. Das bet­rifft Zim­mer in Hotels und anderen gewerb­smäßi­gen Unterkün­ften.


Zin­gel­mann emp­fahl, ggfs. steuer­lichen Rat in Anspruch zu nehmen, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


Für Rück­fra­gen ste­ht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Frank Zin­gel­mann
Zin­gel­mann Steuer­ber­atungs­ges. mbH
Steuer­ber­ater, Fach­ber­ater für Rat­ing (DStV e. V.)
Habichthorst 42
22459 Ham­burg
Tele­fon: 040/5518051
Fax: 040/5554419
Email: frank.zingelmann@gmx.de
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