(Kiel)  Hat ein Arbeit­ge­ber Liqui­di­täts­pro­ble­me, stim­men die Arbeit­neh­mer des­halb einer ver­zö­ger­ten Aus­zah­lung von Urlaubs­geld und Jah­res­son­der­zah­lung zu und erhal­ten sie hier­für im Gegen­zug eine stil­le Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gung, so han­delt es sich hier um Ein­nah­men aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit, die den Arbeit­neh­mern im Zeit­punkt der Gut­schrift zuflie­ßen.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, mit Hin­blick auf ein am 04.03.2009 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf (Az. 7 K 1270/06 L, H(L).
In dem aus­ge­ur­teil­ten Fall hat­te eine Dru­cke­rei zur Behe­bung eines Liqui­di­täts­pro­blems die Mit­ar­bei­ter gebe­ten, ihre Zustim­mung zur Varia­bi­li­sie­rung von Urlaubs­geld und Jah­res­son­der­zah­lun­gen über einen Zeit­raum von 3 Jah­ren zu geben. Die Zah­lun­gen soll­ten wäh­rend die­ses Zeit­raums nicht weg­fal­len, son­dern je nach Liqui­di­täts­la­ge antei­lig oder voll aus­ge­zahlt wer­den.  Als Aus­gleich erhiel­ten die Mit­ar­bei­ter eine stil­le Betei­li­gung, wobei der Grund­stock in Höhe von 1.000 DM über eine Schen­kung durch das Unter­neh­men erfolg­te.
Bei einem der­ar­ti­gen Modell, so Gie­se­ler, han­delt es sich nach der Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf um Ein­nah­men aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit, die den Arbeit­neh­mern im Zeit­punkt der Gut­schrift zuflie­ßen. Der Arbeit­ge­ber habe die­sen mit den Gut­schrif­ten des Grund­stock­be­tra­ges auf den Betei­li­gungs­kon­ten der Arbeit­neh­mer sowohl das wirt­schaft­li­che als auch das zivil­recht­li­che Eigen­tum an dem gut­ge­schrie­be­nen Geld­be­trag ver­schafft. Dass die Arbeit­neh­mer hin­sicht­lich der Ver­wen­dung des gut­ge­schrie­be­nen Betrags durch die Ver­ein­ba­rung über die stil­le Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gung gebun­den sei­en, ste­he dem nicht ent­ge­gen.


Gie­se­ler mahn­te, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. vor­ab um steu­er­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wobei er u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de ver­wies.


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Dr. Nor­bert Gie­se­ler
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