(Kiel) Auto­händ­ler die auf Wunsch anläss­lich eines Pkw-Kaufs händ­l­er­ei­ge­ne Garan­ti­en ver­ge­ben,  müs­sen die­se der Umsatz­steu­er unter­wer­fen.

Dies, so der Ham­bur­ger Steu­er­be­ra­ter und Fach­be­ra­ter für Rating (DStV e.V.) Frank Zin­gel­mann von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, ent­schied das Finanz­ge­richt Müns­ter am 08.06.2009 in einem Urteil, Az. 5 K 3002/05 U.

Das Finanz­ge­richt ging im vor­lie­gen­den Fall davon aus, dass die Gewäh­rung einer händ­l­er­ei­ge­nen Garan­tie ohne geson­der­ten Preis­aus­weis eine blo­ße unselbst­stän­di­ge Neben­leis­tung zum umsatz­steu­er­pflich­ti­gen Gebraucht­wa­gen­kauf dar­stellt und daher nicht eigen­stän­dig umsatz­steu­er­lich zu beur­tei­len ist. Es bestehe eine untrenn­ba­re Ver­bin­dung zum eigent­li­chen Fahr­zeug­kauf. Durch die Händ­ler­ga­ran­tie wer­de ledig­lich die ursprüng­li­che Werks­ga­ran­tie ver­län­gert.

Somit greift nicht die Befrei­ungs­vor­schrift den §4 Nr. 8g des UStG, son­dern die Neben­leis­tung tra­ge das Schick­sal der Haupt­leis­tung und sei daher in die­sem Fal­le umsatz­steu­er­pflich­tig, betont Zin­gel­mann.

Das FG Müns­ter ließ wegen der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der Rechts­sa­che die Revi­si­on zu. Sie wird beim Bun­des­fi­nanz­hof unter dem Akten­zei­chen XI R 23/09 geführt.

Zin­gel­mann emp­fahl, den wei­te­ren Fort­gang zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Frank Zin­gel­mann
Zin­gel­mann Steu­er­be­ra­tungs­ges. mbH
Steu­er­be­ra­ter, Fach­be­ra­ter für Rating (DStV e. V.)
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