(Kiel) Die Inter­na­tio­na­le Han­dels­kam­mer (ICC), die welt­wei­te Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on, ist welt­weit füh­rend in der Ent­wick­lung von Nor­men, Regeln und Nach­schla­ge­wer­ken für den inter­na­tio­na­len Han­del. ICC betreibt ein glo­ba­les Netz­werk von natio­na­len Aus­schüs­sen und Grup­pen in mehr als 90 Län­dern von sei­nem Haupt­sitz in Paris.

Soeben hat die ICC die „Incoterms 2010“ bekannt­ge­ge­ben, die zum 01. Janu­ar 2011 in Kraft tre­ten sol­len.

Hier­bei, so erläu­tert der Saar­brü­cker Rechts­an­walt und Fach­an­walt für Steu­er­recht Arnd Lack­ner, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, han­delt es sich um welt­weit aner­kann­te Han­dels­klau­seln, die sich zu einem inter­na­tio­na­len und natio­na­len Stan­dard bei Han­dels­ver­trä­gen ent­wi­ckelt haben.

Die Incoterms legen ins­be­son­de­re die Ver­tei­lung der Trans­port­kos­ten, den Gefah­ren­über­gang sowie Details der Geschäfts­ab­wick­lung fest. Durch die Ein­deu­tig­keit und Klar­heit der Regeln kön­nen mög­li­che Miss­ver­ständ­nis­se und Recht­strei­tig­kei­ten zwi­schen den Ver­trags­par­tei­en ver­mie­den wer­den. Die von der ICC aktu­ell ver­öf­fent­lich­ten Incoterms 2010 wer­den zum 1. Janu­ar 2011 welt­weit in Kraft tre­ten, wobei wie üblich nur die von der ICC her­aus­ge­ge­be­ne Ori­gi­nal-Text­fas­sung für den Han­dels­ver­kehr ver­bind­lich ist. Die Zahl der Klau­seln wur­de bei den Incoterms 2010 von 13 auf 11 redu­ziert. Für die Han­dels­pra­xis wenig rele­van­te Rege­lun­gen wur­den gestri­chen. Zwei neue Klau­seln (DAP — deli­ve­r­ed at place, DAT — deli­ve­r­ed at ter­mi­nal) wur­den ein­ge­fügt und erset­zen die bis­he­ri­gen Klau­seln DAF, DES, DEQ und DDU der Incoterms 2000.

Völ­lig neu ist, so Lack­ner, dass die Incoterms 2010 gegen­über den Incoterms 2000 nach Trans­port­ar­ten geglie­dert sind. Es gibt jetzt Klau­seln, die für jede Trans­port­art — also zu Land, zu Was­ser und in der Luft — geeig­net sind. Zum ande­ren gibt es jetzt Klau­seln, die aus­schließ­lich für den See- und Bin­nen­schiff­trans­port kon­zi­piert wur­den und für kon­ven­tio­nel­le Fracht geeig­net sind.

Bei den bis­he­ri­gen Klau­seln FOB (free on board), CFR (cost and freight) und CIF (cost, insuran­ce and freight) wur­de der Kos­ten- und Gefah­ren­über­gang neu gere­gelt.
Die Neu­fas­sung der Incoterms 2010 kann in der deutsch-eng­li­schen Fas­sung bei der ICC Deutsch­land unter www.icc-deutschland.de gegen ent­spre­chen­des Ent­gelt vor­be­stellt wer­den.

Rechts­an­walt Lack­ner emp­fahl, in Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei er u. a. auch auf die in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – orga­ni­sier­ten Rechtsanwälte/ ‑innen ver­wies.

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