(Kiel) Den Bei­trags­ver­lan­gen von Indus­trie- und Han­dels­kam­mern sowie Hand­werks­kam­mer sind offen­bar kaum Gren­zen gesetzt. Dies gilt offen­bar selbst dann, wenn die­se mit den Bei­trä­gen Ange­le­gen­hei­ten außer­halb ihres gesetz­li­chen Auf­ga­ben­krei­ses wahr­neh­men und finan­zie­ren.

Nicht anders, so der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb‑, Steu­er sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, kön­ne eine am 27.04.2011 ver­öf­fent­lich­te Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG) Rhein­land-Pfalz vom 13. April 2011, Az.:  6 A 11076/10.OVG, gewer­tet wer­den, mit der die­se den Mit­glieds­bei­trag der Hand­werks­kam­mer Trier für das Jahr 2010 auch der Höhe nach für gerecht­fer­tigt hielt.

Die Hand­werks­kam­mer Trier erhöh­te ihre Mit­glieds­bei­trä­ge für das Jahr 2010 und zog die Klä­ge­rin zu einem Bei­trag von rund 530,- € her­an. Die hier­ge­gen gerich­te­te Kla­ge wies das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier ab. Die­se Ent­schei­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt nun­mehr bestä­tigt. so Dr. Gie­se­ler.

Die Klä­ge­rin kön­ne der Bei­trags­er­hö­hung nicht ent­ge­gen hal­ten, dass die Hand­werks­kam­mer Ange­le­gen­hei­ten außer­halb ihres gesetz­li­chen Auf­ga­ben­krei­ses wahr­neh­me und finan­zie­re. Eine sol­che Kom­pe­tenz­über­schrei­tung habe grund­sätz­lich kei­nen Ein­fluss auf die Bei­trags­pflicht des ein­zel­nen Mit­glieds und sei im vor­lie­gen­den Fall auch nicht erkenn­bar. Im Übri­gen hät­ten die Mit­glie­der mit ihren Bei­trä­gen auch für ein etwai­ges Fehl­ver­hal­ten der Kam­mer und ihrer Mit­ar­bei­ter ein­zu­ste­hen. Sol­che finan­zi­el­len Belas­tun­gen könn­ten nicht auf den Staat und damit letzt­lich auf die Steu­er­zah­ler abge­wälzt wer­den. Die Hand­werks­kam­mer habe auch kein Ver­hal­ten an den Tag gelegt, das mit den Grund­sät­zen eines ver­nünf­ti­gen Wirt­schaf­tens schlecht­hin unver­ein­bar sei. Nach ihren nach­voll­zieh­ba­ren Anga­ben sei die Bei­trags­er­hö­hung unter ande­rem auf den Aus­fall von För­der­mit­teln und eine not­wen­di­ge Stei­ge­rung der Per­so­nal­kos­ten zurück­zu­füh­ren.

Gie­se­ler mahn­te, dies zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de

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