(Brühl) Haus­rat­ver­si­che­run­gen bzw. Ein­bruch­dieb­stahl­ver­si­che­run­gen sind bei den Bun­des­bür­gern sehr beliebt. So man­cher ärgert sich aller­dings nach einem Scha­dens­fall, dass die Ver­si­che­rung nicht zah­len will, weil der Ver­si­che­rungs­neh­mer im Scha­dens­fall sei­nen Oblie­gen­hei­ten nicht nach­ge­kom­men ist.

Weit­hin unbe­kannt, so der Köl­ner Fach­an­walt für Ver­si­che­rungs­recht Mar­kus von Lau­fen­berg  von der Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Brühl, sei z. B., dass der Ver­si­cher­te nach den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen vie­ler Ver­si­che­rer nach einem Ein­bruch­dieb­stahl unver­züg­lich, d. h. ohne schuld­haf­tes Zögern, bei der Poli­zei Anzei­ge zu erstat­ten und sodann sowohl bei der Poli­zei als auch dem Ver­si­che­rer eine sogen. „Stehl­gut­lis­te“ ein­zu­rei­chen hat. Wird die­se Lis­te nicht unver­züg­lich auf­ge­stellt, kann der Haus­rat­ver­si­che­rer die Leis­tung mit Hin­weis auf eine Ver­trags­pflicht­ver­let­zung unter Umstän­den ver­wei­gern. Die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft begrün­det das Erfor­der­nis damit, so von Lau­fen­berg, dass die Poli­zei nur anhand einer schnell zusam­men­ge­stell­ten Lis­te nach den Tätern fahn­den und die Beu­te ggfs. sicher­stel­len kann. Außer­dem soll die sofort zu erstel­len­den Lis­te dazu die­nen, den Ver­si­che­rungs­neh­mer von etwai­gen spä­te­ren Moge­lei­en im Zusam­men­hang mit dem Ver­si­che­rungs­fall abzu­hal­ten. Auch wenn vie­le, ins­be­son­de­re neue­re, Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen für das Erstel­len der Lis­te kei­ne aus­drück­li­che Frist mehr vor­se­hen, sei „unver­züg­li­ches“ Erstel­len rat­sam, rät von Lau­fen­berg. So hat z. B. das Ober­lan­des­ge­richt Köln in einem Fall ein Ver­strei­chen las­sen von einer Frist von  mehr als einem Monat nach dem Ein­bruch­dieb­stahl als zu lang ange­se­hen und den Ver­si­che­rer von sei­ner Leis­tungs­pflicht frei­ge­spro­chen (AZ.: 9 U 86/01). Ver­si­che­rungs­rechts­ex­per­te von Lau­fen­berg rät daher denn auch allen Betrof­fe­nen, im Scha­dens­fall alle Oblie­gen­heits­ver­pflich­tun­gen genau­es­tens ein­zu­hal­ten, um dem Ver­si­che­rer nicht durch etwai­ge Pflicht­ver­let­zun­gen einen Grund dafür zu lie­fern, dass die­ser die Leis­tung ganz oder teil­wei­se ablehnt. Ins­be­son­de­re in grö­ße­ren Scha­dens­fäl­len sol­le daher sofort mit der Anzei­ge­n­er­stat­tung auch der Rat eines ver­si­che­rungs­recht­lich ver­sier­ten Anwalts ein­ge­holt wer­den, um nach dem Ein­bruch noch wei­te­ren bösen Über­ra­schun­gen vor­zu­beu­gen.


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