(Kiel) Ein Grund­stücks­ei­gen­tü­mer muss für die Kos­ten eines Poli­zei­ein­sat­zes auf­kom­men, wenn sei­ne aus dem Zwin­ger aus­ge­bro­che­nen Hun­de auf sei­nem Grund­stück frei her­um­lau­fen und aus Sicht der von Nach­barn her­bei­ge­ru­fe­nen Poli­zei­be­am­ten eine Gefahr für die öffent­li­che Sicher­heit besteht.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ver­wal­tungs­ge­richts (VG) Neu­stadt vom 22. August 2011 zum Urteil vom glei­chen Tage — 5 K 256/11.NW.

Der in Spey­er wohn­haf­te Klä­ger hält auf sei­nem Grund­stück meh­re­re Hun­de (Deut­sche Dog­gen). Im März 2010 mel­de­te sich ein Nach­bar bei der Poli­zei und wies dar­auf hin, dass die Hun­de auf dem Grund­stück des Klä­gers frei her­um­lau­fen wür­den. Zwei Poli­zei­be­am­te fuh­ren dar­auf­hin zum Grund­stück des Klä­gers und stell­ten fest, dass die Hun­de sich aus dem Zwin­ger befreit hat­ten. Sie schlu­gen mehr­fach an und leg­ten ihre Vor­der­pfo­ten auf die Begren­zungs­mau­er. Auf Anord­nung der Poli­zei­be­am­ten ver­brach­te die her­bei­ge­ru­fe­ne Toch­ter des Klä­gers die Hun­de wie­der in den Zwin­ger zurück.

Für den Ein­satz der Poli­zei­be­am­ten stell­te das Poli­zei­prä­si­di­um Rhein­pfalz dem Klä­ger ins­ge­samt 141,25 € in Rech­nung. Dage­gen erhob die­ser nach erfolg­lo­ser Durch­füh­rung eines Wider­spruchs­ver­fah­rens Kla­ge und mach­te gel­tend, die Zah­lungs­for­de­rung sei nicht berech­tigt. Denn eine von den jun­gen Hun­den aus­ge­hen­de Gefahr habe objek­tiv nicht vor­ge­le­gen.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat die Kla­ge mit der Begrün­dung abge­wie­sen, so Hün­lein, die betei­lig­ten Poli­zei­be­am­ten hät­ten im maß­geb­li­chen Zeit­punkt ihres Ein­schrei­tens bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung von einer Gefah­ren­la­ge aus­ge­hen kön­nen.

Denn die Hun­de hät­ten nach Ankunft der Poli­zei­be­am­ten sofort ange­schla­gen und einen aggres­si­ven Ein­druck ver­mit­telt. Es sei nicht aus­zu­schlie­ßen gewe­sen, dass die Hun­de die Begren­zungs­mau­er zum Nach­bar­grund­stück über­sprin­gen. Der Ein­wand des Klä­gers, die jun­gen Hun­de sei­en voll­kom­men unge­fähr­lich gewe­sen und hät­ten nicht über die Grenz­mau­er sprin­gen kön­nen, sei unbe­acht­lich. Denn für ein poli­zei­li­ches Ein­schrei­ten genü­ge schon der Anschein einer Gefahr. Gegen das Urteil kann inner­halb eines Monats nach Zustel­lung Antrag auf Zulas­sung der Beru­fung durch das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­land-Pfalz bean­tragt wer­den.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beach­ten und in ver­wal­tungs­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten ggfs. recht­zei­tig um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Klaus Hün­lein
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