(Kiel) Wer sich über das Kon­to sei­ner Kin­der eine Ver­fü­gungs­brech­ti­gung ein­räu­men lässt und die dor­ti­gen Gel­der wie eige­nes Ver­mö­gen behan­delt, hat die dar­aus erziel­ten Kapi­tal­ein­künf­te und Gewin­ne aus pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten zu ver­steu­ern, unab­hän­gig davon, ob die­se min­der­jäh­rig oder voll­jäh­rig sind.

Dar­auf ver­weist noch ein­mal der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf ein Urteil des Finanz­ge­richts Rhein­land-Pfalz vom 29.04.2008 (AZ.: 5 K 2200/05). In dem aus­ge­ur­teil­ten Fall hat­ten Eltern Wert­pa­pier­käu­fe und -ver­käu­fe über die Kon­ten ihrer Kin­der abge­wi­ckelt, über die sie ver­fü­gungs­be­rech­tigt waren. Die erwirt­schaf­te­ten Gewin­ne wur­den von den Kon­ten der Kin­der, egal, ob die­se min­der­jäh­rig oder voll­jäh­rig waren, durch Über­wei­sun­gen oder Bar­ab­he­bun­gen abge­zo­gen und den Kon­ten der Eltern gut­ge­schrie­ben. Nach den Fest­stel­lun­gen des Fahn­dungs­prü­fers ver­füg­ten die Klä­ger über die Kon­ten der Kin­der wie über eige­ne Kon­ten. Das Finanz­amt rech­ne­te dar­auf­hin den Eltern die Kapi­tal­erträ­ge zu, woge­gen sich der Ein­spruch und die Kla­ge rich­te­te.


Damit, so Pasau, hat­ten sie aller­dings vor dem Finanz­ge­richt Rhein­land-Pfalz kei­ne Erfolg. Das Gericht sah es auf­grund der Gesamt­um­stän­de als erwie­sen an, dass die Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen den Eltern  zuzu­rech­nen sei­en. Hier­für spre­che ins­be­son­de­re der Umstand, dass die Eltern die Ein­künf­te auf eige­ne Rech­nung erzielt und das auf den Kon­ten der Kin­der befind­li­che Kapi­tal zu kei­ner Zeit wie frem­des, son­dern wie ihr eige­nes Ver­mö­gen ver­wal­tet und behan­delt hät­ten. Die Kin­der hät­ten hier über kein ent­spre­chen­des Eigen­ver­mö­gen ver­fügt, um der­ar­ti­ge Kapi­tal­ein­künf­te erzie­len zu kön­nen. Dass hier vor­ab eine ent­spre­chen­de Schen­kung vor­ge­le­gen habe, hät­ten die Eltern nicht nach­wei­sen kön­nen.


Pas­sau emp­fahl, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DASV Vize­prä­si­dent und
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