(Kiel) Der Ermitt­lungs­rich­ter des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat am 15.01.2010 gegen den frü­he­ren Abtei­lungs­lei­ter im Minis­te­ri­um für Umwelt und Natur­schutz, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, Harald F., ein Ord­nungs­geld in Höhe von 450 Euro, ersatz­wei­se je 150 Euro ein Tag Ord­nungs­haft, fest­ge­setzt.

Dar­auf ver­weist der Worm­ser Fach­an­walt für Straf­recht Jür­gen Möthrath von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Düs­sel­dorf vom 15.01.2010, Az.: III‑4 OGs 1/09.


Der Land­tag Nord­rhein-West­fa­len hat­te in sei­ner Sit­zung vom 25.6.2009 den Par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schuss II ein­ge­setzt, der im Wesent­li­chen Vor­gän­ge im Zusam­men­hang mit Ermitt­lungs­maß­nah­men gegen Harald F. auf­klä­ren soll­te. Der Unter­su­chungs­aus­schuss hat­te den Zeu­gen Harald F. für den 30.10.2009 gela­den. Der Zeu­ge hat­te an die­sem Tag vor dem Aus­schuss nur sei­ne Per­so­na­li­en und sei­nen Beruf ange­ge­ben und dann die Aus­sa­ge ver­wei­gert. Dar­auf­hin hat der Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses bei dem Ermitt­lungs­rich­ter des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf bean­tragt, gegen den Zeu­gen ein Ord­nungs­geld anzu­ord­nen. Der Zeu­ge hat gel­tend gemacht, dass er auf­grund der gegen ihn lau­fen­den Ermitt­lun­gen umfas­send die Aus­sa­ge ver­wei­gern dür­fe.


Der Ermitt­lungs­rich­ter des Ober­lan­des­ge­richts hat gegen den Zeu­gen nun ein Ord­nungs­geld ver­hängt, weil die­ser sich zu Unrecht auf ein umfas­sen­des Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rungs­recht beru­fen habe, betont Möthrath.


Der Zeu­ge kön­ne zwar die Aus­kunft auf Fra­gen ver­wei­gern, durch deren Beant­wor­tung er sich selbst oder sei­ne Ange­hö­ri­gen einer Straf­ver­fol­gung aus­set­ze. Fra­gen, bei denen die­se Gefahr nicht bestehe, müs­se der Zeu­ge aber beant­wor­ten. So sei der Zeu­ge etwa ver­pflich­tet, Anga­ben zu sei­nem beruf­li­chen Wer­de­gang oder sei­ner beruf­li­chen Stel­lung zu machen. Ins Ein­zel­ne gehen­de Fra­gen zu sei­ner Tätig­keit im Minis­te­ri­um müs­se er dage­gen nicht beant­wor­ten, weil inso­weit ein enger Zusam­men­hang zum lau­fen­den Ermitt­lungs­ver­fah­ren bestehe. Auch müs­se er sich nicht zu sei­nen finan­zi­el­len Ver­hält­nis­se äußern.


Gegen den Beschluss kann Beschwer­de ein­ge­legt wer­den. Über die Beschwer­de wür­de ein Straf­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf ent­schei­den.


Möthrath riet, dies zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die auf Straf­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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