Die Klä­ge­rin wur­de Anfang des Jah­res 2007 auf­grund amts­ärzt­lich fest­ge­stell­ter Dienst­un­fä­hig­keit in den Ruhe­stand ent­las­sen und bezog seit dem 1.3.2007 von der beklag­ten Ver­si­che­rung eine jähr­li­che Ren­te in Höhe von rund 3.600 € als Ver­si­che­rungs­leis­tung. Die Beklag­te stell­te ihre Zah­lun­gen im Jah­re 2009 ein, nach­dem sie nach Befra­gung der Haus­ärz­tin der Klä­ge­rin von den vor Ver­si­che­rungs­ver­trags­ab­schluss bestehen­den Erkran­kun­gen der Klä­ge­rin erfah­ren hat­te. 

Das Land­ge­richt Cott­bus hat mit Urteil vom 25.11.2010 die Kla­ge der Ver­si­che­rungs­neh­me­rin auf Leis­tun­gen aus der Ver­si­che­rung abge­wie­sen. Die dage­gen ein­ge­leg­te Beru­fung hat der für das Ver­si­che­rungs­recht zustän­de 11. Zivil­se­nat des Bran­den­bur­gi­schen Ober­lan­des­ge­richts mit Urteil vom 7.6.2011 zurück­ge­wie­sen. betont Kroll.

Zur Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt aus­ge­führt, die vor­werf­ba­re Falsch­be­ant­wor­tung der Gesund­heits­fra­gen sei für den Abschluss des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges rele­vant gewe­sen. Die Ver­si­che­rung habe die Mög­lich­keit, bei der Dia­gno­se “Gas­tri­tis” den Antrag auf Abschluss eines Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges abzu­leh­nen oder Prä­mi­en­zu­schlä­ge zu for­dern. Das Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men sei wegen der ver­schwie­ge­nen Erkran­kung zur Anfech­tung des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges wegen arg­lis­ti­ger Täu­schung berech­tigt. Der Ver­trag sei damit nich­tig, so dass der Klä­ge­rin kei­ne ver­trag­li­chen Ansprü­che zustün­den.

Das Ober­lan­des­ge­richt hat die Revi­si­on zum Bun­des­ge­richts­hof nicht zuge­las­sen.

Kroll riet, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er  dazu u. a. auch auf die ent­spre­chend spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Rechtsanwalt/Master of Insuran­ce Law
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