(Kiel)  Die Eigen­tü­me­rin des Klos­ters Mari­en­berg in Bop­pard hat kei­nen Anspruch auf die denk­mal­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gung zum Abriss der Klos­ter­an­la­ge.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das soeben ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG) Rhein­land-Pfalz vom 02.12.2009, Az.: 1 A 10547/09.OVG.


Die nach einem Brand im Jah­re 1738 wie­der auf­ge­bau­te baro­cke Klos­ter­an­la­ge Mari­en­berg und der dazu­ge­hö­ri­ge Park wur­den im Jah­re 1982 unter Denk­mal­schutz gestellt. Ein vom Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge ein­ge­schal­te­ter Sach­ver­stän­di­ger kam im Mai 1996 zu dem Ergeb­nis, dass das Gebäu­de grund­le­gend saniert wer­den müs­se. Im Dezem­ber 1996 erstei­ger­te die Klä­ge­rin das Anwe­sen, des­sen Wert damals auf 5,1 Mio. DM geschätzt wur­de, für 2,73 Mio. DM. Im Mai 2007 bean­trag­te sie die denk­mal­schutz­recht­li­che Geneh­mi­gung zum Abriss des Klos­ters, da ihr die Erhal­tung der Anla­ge wegen der hohen Erhal­tungs­kos­ten nicht zumut­bar sei.


Die gegen die Ableh­nung des Antra­ges erho­be­ne Kla­ge wies das Ver­wal­tungs­ge­richt ab. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­te die­se Ent­schei­dung nun, so betont Disch­ke.
Ein Denk­mal dür­fe nur abge­ris­sen wer­den, wenn sei­ne Erhal­tung dem Eigen­tü­mer nicht zumut­bar sei. Die Unzu­mut­bar­keit müs­se nach dem Denk­mal­schutz­ge­setz vom Eigen­tü­mer nach­ge­wie­sen wer­den. Die­sen Nach­weis habe die Klä­ge­rin nicht erbracht. Sie habe bereits nicht dar­ge­legt, dass das Klos­ter Mari­en­berg wirt­schaft­lich nicht nutz­bar und unver­käuf­lich sei. Hier­für rei­che der pau­scha­le Ver­weis auf den maro­den Zustand des Klos­ters, die feh­len­den Miet­ein­nah­men und den hohen Sanie­rungs­auf­wand nicht aus. Erfor­der­lich sei viel­mehr eine nach­voll­zieh­ba­re Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nung, die sich auf wenigs­tens zwei nahe lie­gen­de Nut­zun­gen des Klos­ters bezie­he. Eine sol­che Berech­nung habe die Klä­ge­rin bis­her nicht vor­ge­legt. Eben­so wenig habe sie die Unver­käuf­lich­keit des Denk­mals nach­ge­wie­sen. Es lie­ge kein Wert­gut­ach­ten vor, aus dem sich erge­be, ob das Anwe­sen tat­säch­lich nicht ver­kauft wer­den kön­ne oder der Ver­kauf bis­her allein an über­zo­ge­nen Kauf­preis­vor­stel­lun­gen geschei­tert sei.


Disch­ke mahn­te, das Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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