(Brühl)  Im Rah­men eines Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­rens hat das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­den, dass die schwe­re Krebs­er­kran­kung eines Mie­ters kei­nen Kün­di­gungs­grund für ange­mie­te­te Gewer­be­räu­me dar­stellt (AZ.: I‑24 W 53/08).

In die­sem Fall, so der Esse­ner Miet­rechts­an­walt Wolf­gang Nebel von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaf­te. V. mit Sitz in Brühl, hat­te ein Ein­zel­händ­ler aus dem Ruhr­ge­biet sei­nen noch bis Ende Febru­ar 2009 lau­fen­den Gewer­be­raum­miet­ver­trag bereits schon zum 29.09.2007 mit der Begrün­dung frist­los kün­di­gen wol­len, dass er an einer schwe­ren Krebs­er­kran­kung lei­de. Daher kön­ne er  sein Geschenk­ar­ti­kel­ge­schäft nicht wei­ter betrei­ben. Die von ihm bean­trag­te Pro­zess­kos­ten­hil­fe für eine ent­spre­chen­de Fest­stel­lungs­kla­ge wur­de dem Mie­ter jedoch von dem Gericht nun mit der Begrün­dung ver­wei­gert,  dem Mie­ter ste­he kein Kün­di­gungs­recht aus wich­ti­gem Grund zu. Denn der  Mie­ter tra­ge  das per­sön­li­che Ver­wen­dungs­ri­si­ko für die Mieträu­me auch dann, wenn er die lang­fris­tig ange­mie­te­ten Gewer­be­räu­me aus gesund­heit­li­chen Grün­den gar nicht mehr selbst nut­zen kön­ne. Es sei des­halb Sache des Mie­ters, ein sol­ches  Risi­ko  selbst zu begren­zen (z. B. durch Unter­ver­mie­tung der Räu­me). Einer der­ar­ti­gen Unter­ver­mie­tung, so ergänzt Miet­rechts­ex­per­te Nebel, kön­ne der Ver­mie­ter nur aus wich­ti­gem Grund wider­spre­chen.


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