(Kiel) Klagt ein Han­dy­nut­zer unter Beru­fung auf das Feh­len eines wirk­sa­men Ver­tra­ges auf Rück­zah­lung von Ent­gel­ten, die für ein Klin­gel­ton-Abo gezahlt wur­den, dann muss er im Rah­men eines gericht­li­chen Ver­fah­rens nach­wei­sen, dass ein sol­cher Ver­trag tat­säch­lich nicht besteht.

Hier­auf ver­weist der Düs­sel­dor­fer Rechts­an­walt Mathi­as Zim­mer-Goertz von der Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. (DASV)  unter Hin­weis auf ent­spre­chen­de Urtei­le des AG Ber­lin-Mit­te vom 16. Juli 2009 (Az. 106 C 94/09) sowie des AG Düs­sel­dorf vom 9. März 2009 (Az. 41 C 12309/08).


In bei­den Fäl­len hat­ten die Inha­ber des Mobil­te­le­fon­an­schlus­ses gegen einen Anbie­ter von mobi­len Mehr­wert­diens­ten auf Rück­erstat­tun­gen von Abo­ge­büh­ren mit der ein­fa­chen Behaup­tung geklagt, sie hät­ten kei­nen ent­spre­chen­den Ver­trag mit dem Anbie­ter geschlos­sen.


Nach Ansicht der Gerich­te war die­ses blo­ße Bestrei­ten aber nicht aus­rei­chend. Im Fal­le einer Rück­zah­lungs­kla­ge ist nicht etwa der Anbie­ter ver­pflich­tet, einen wirk­sa­men Ver­trags­schluss zu bewei­sen, er muss ledig­lich sub­stan­ti­iert erläu­tern, wie der Ver­trags­schluss erfolgt ist. Der Kun­de trägt dann die Beweis­last für das Feh­len eines Ver­tra­ges. Hier­zu führt das AG Ber­lin-Mit­te aus: „Ent­ge­gen der vom Klä­ger ver­tre­te­nen Auf­fas­sung ist er damit beweis­pflich­tig dafür, dass zwi­schen ihm und der Beklag­ten als Anbie­te­rin kein Ver­trag über ein ‚Klin­gel­tö­ne Paket’ zu einem Preis von 2,99 € brut­to monat­lich … zu Stan­de gekom­men ist“.


Die­se Ent­schei­dun­gen sind aus Sicht von Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz dabei sach­ge­recht und ent­spre­chen dem all­ge­mei­nen Grund­satz, dass der Anspruch­stel­ler die anspruchs­be­grün­den­den Tat­sa­chen nach­wei­sen muss. Auch das AG Düs­sel­dorf weist hier­auf in sei­nem oben­ge­nann­ten Urteil zu Recht hin: „Wer einen Anspruch gel­tend macht, muss das Risi­ko des Pro­zess­ver­lus­tes tra­gen, wenn sich die sein Begeh­ren tra­gen­den Tat­sa­chen nicht fest­stel­len las­sen … Die­ser Grund­satz gilt auch, soweit soge­nann­te nega­ti­ve Umstän­de anspruchs­be­grün­dend sind.“.


Vor die­sem Hin­ter­grund emp­fiehlt Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz, vor einer Zah­lungs­kla­ge gegen einen Klin­gel­ton-Anbie­ter nicht nur zu prü­fen, ob ein sol­cher Anspruch recht­lich über­haupt besteht, son­dern auch, ob das Feh­len eines Ver­tra­ges im Pro­zess nach­ge­wie­sen wer­den kann.


In die­sem Zusam­men­hang ver­weist Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz bei hier­zu auf­kom­men­den Rechts­fra­gen u. a. auch auf die ent­spre­chend spe­zia­li­sier­ten Anwäl­tin­nen und Anwäl­te in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. — www.mittelstands-anwaelte.de.


Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Mathi­as Zim­mer-Goertz
Rechts­an­walt
Ray­er­mann Zim­mer Rechts­an­wäl­te
Königstras­se 5
40212 Düs­sel­dorf
Tel.: 0211–8681-402
Fax.: 0211–8681-603
E-Mail: zimmer-goertz@rayermann.de
Web: www.rayermann.de