(Kiel) Die Wer­bung für die Umwelt­ei­gen­schaf­ten von Atom­kraft­wer­ken mit Fotos von Wind­kraft­an­la­gen stellt eine irre­füh­ren­de geschäft­li­che Hand­lung im Sin­ne des Wett­be­werbs­rechts dar.

Das, so der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die ent­spre­chen­de Mit­tei­lung des Kam­mer­ge­richts Ber­lin vom 18. Juli 2011 hat hat das Land­ge­richt Ber­lin mit Urteil vom 5. Mai 2011 — 91 O 35/11 ‑ent­schie­den und eine am 7. Dezem­ber 2010 erlas­se­ne einst­wei­li­ge Ver­fü­gung im Wesent­li­chen bestä­tigt, mit der einem Ver­ein und ande­ren Per­so­nen unter­sagt wor­den ist, eine Wer­be­an­zei­ge mit einem ent­spre­chen­den Bild zu ver­brei­ten oder öffent­lich zur Schau zu stel­len. Auf dem Bild ist das Kern­kraft­werk Unter­we­ser zu sehen, davor vier Wind­kraft­an­la­gen eines von der Antrag­stel­le­rin her­ge­stell­ten Modells; über­schrie­ben ist bei­des mit „Kli­ma­schüt­zer unter sich. Kern­kraft­werk Unter­we­ser und Wind­ener­gie: CO2-Aus­stoß = Null”.

Dies stel­le, so das Land­ge­richt, eine unzu­läs­si­ge Ver­ein­nah­mung der guten Eigen­schaf­ten von Wind­ener­gie zu Guns­ten von Kern­kraft­wer­ken dar, die durch die ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­te Mei­nungs­frei­heit nicht gerecht­fer­tigt sei. Gegen die Ent­schei­dung haben die Antrags­geg­ner Beru­fung zum Kam­mer­ge­richt Ber­lin ein­ge­legt, Az. des Beru­fungs­ver­fah­rens: 5 U 94/11.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, den Aus­gang zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de — ver­wies.

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Dr. Jan Felix Ise­le, Rechts­an­walt
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