(Kiel) Die Kla­ge eines Mobil­funk­an­bie­ters gegen einen Kun­den wegen des­sen Tele­fon­nut­zung vor dem Land­ge­richt war ledig­lich in Höhe von 10,- EUR erfolg­reich. Wegen der dar­über hin­aus ver­lang­ten 14.717,65 EUR sowie ver­schie­de­ner Neben­kos­ten wies die Zivil­kam­mer 38 die Kla­ge ab.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die ent­spre­chen­de Mit­tei­lung des Kam­mer­ge­richts Ber­lin vom 21. Juli 2011 zum Urteil vom 18.07.2011, Az.: 38 O 350/10.

Der Kun­de hat­te einen Pre­paid-Tarif gewählt, den der Anbie­ter im Inter­net mit „Ein­fach abte­le­fo­nie­ren, erhöh­te Kos­ten­kon­trol­le, auto­ma­ti­sche Auf­la­dung mög­lich” bewor­ben hat­te. Dabei hat­te der Kun­de sich für die Opti­on „Web­shop-Auf­la­dung 10″ ent­schie­den. Ende August 2009 stell­te ihm der Mobil­funk­an­bie­ter dann 14.727,65 EUR für die Tele­fon­nut­zung in Rech­nung. Hier­von ent­fie­len nach sei­ner Dar­stel­lung 14.706,19 EUR auf 15 GPRS-Ver­bin­dun­gen über die SIM-Kar­te des Kun­den aus der Zeit vom 8. August 2009 um 0.47 Uhr bis zum 9. August 2009 um 15.15 Uhr.

Nach Auf­fas­sung des Land­ge­richts ent­hält die nicht näher erläu­ter­te Klau­sel zur Web­shop-Auf­la­dung allen­falls das Ein­ver­ständ­nis des Kun­den mit einer ein­ma­li­gen auto­ma­ti­schen Auf­la­dung in Höhe von 10,00 EUR vor erneu­tem akti­vem Auf­la­den. Ein fort­wäh­ren­des unbe­grenz­tes auto­ma­ti­sches Auf­la­den wäh­rend der Ver­bin­dungs­nut­zung sei damit nicht ver­ein­bart wor­den.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de — ver­wies.

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Dr. Jan Felix Ise­le, Rechts­an­walt
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