(Kiel) Das Land­ge­richt Düs­sel­dorf hat am 26.06.2014 die Beru­fung des Mie­ters Fried­helm A. gegen das Räu­mungs­ur­teil des Amts­ge­richts Düs­sel­dorf zurück­ge­wie­sen. Damit muss Fried­helm A. bis zum 31. Dezem­ber 2014 aus sei­ner Woh­nung aus­ge­zo­gen sein.

 

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Land­ge­richts (LG) Düs­sel­dorf vom 26.06.2014 zu sei­nem Urteil vom sel­ben Tage, Az. 21 S 240/13.


Dass ein Mie­ter in sei­ner Woh­nung raucht, stel­le für sich genom­men kein ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten dar und kön­ne dem­entspre­chend weder eine frist­lo­se noch eine ordent­li­che Kün­di­gung recht­fer­ti­gen. Der schwer­wie­gen­de Pflicht­ver­stoß lie­ge im Fall des Fried­helm A. jedoch dar­in, dass die­ser kei­ne Maß­nah­men getrof­fen habe, um zu ver­hin­dern, dass Ziga­ret­ten­rauch in den Haus­flur zieht. Er habe die Geruchs­be­läs­ti­gung sogar noch geför­dert, indem er sei­ne Woh­nung unzu­rei­chend gelüf­tet und sei­ne zahl­rei­chen Aschen­be­cher nicht geleert habe. Die Kam­mer war nach der Beweis­auf­nah­me schließ­lich auch davon über­zeugt, dass die Ver­mie­te­rin Fried­helm A. münd­lich im Jahr 2012 mehr­fach wirk­sam abge­mahnt hat. Bei der Bemes­sung der lan­gen Räu­mungs­frist hat die Kam­mer berück­sich­tigt, dass der Beklag­te bereits seit ca. 40 Jah­ren in der Woh­nung lebt.

 

Die auf Räu­mung der Woh­nung kla­gen­de Ver­mie­te­rin kün­dig­te das Miet­ver­hält­nis, nach­dem sich Haus­be­woh­ner über die vom Rau­chen des Mie­ters aus­ge­hen­de Geruchs­be­läs­ti­gung beschwert hat­ten. Das Amts­ge­richt hat der Kla­ge statt­ge­ge­ben. Dem hat sich das Land­ge­richt im Ergeb­nis ange­schlos­sen. Das Urteil ist nicht rechts­kräf­tig. Das Land­ge­richt hat die Revi­si­on zum Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­sen, um eine grund­sätz­li­che Klä­rung der Fra­ge zu ermög­li­chen, ob die durch das Rau­chen eines Mie­ters ver­ur­sach­ten Immis­sio­nen inner­halb eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses einen Kün­di­gungs­grund dar­stel­len kön­nen.

 

Klar­mann emp­fahl daher, dies zu beach­ten und bei Fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.

 

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Jens Klar­mann

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