(Kiel) Das Land­ge­richts (LG) Han­no­ver hat mit Urteil vom 17.08.2009 die Kla­ge eines Rei­sen­den gegen den Rei­se­ver­an­stal­ter Air­tours TUI abge­wie­sen, der  auf Rück­zah­lung von 25% des Rei­se­prei­ses geklagt hat­te, u. a. weil die Wel­len wegen stür­mi­schen Wet­ters zu hoch zum Baden und Schnor­cheln gewe­sen sei­en.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des LG Han­no­ver vom 18.08.2009 zu dem Urteil, Az.: 1 O 59/09.


Der Klä­ger kön­ne kei­ne Redu­zie­rung des Rei­se­prei­ses ver­lan­gen, selbst wenn die Wel­len am Strand einer Sey­chel­len­in­sel wegen schlech­ten Wet­ters zu hoch gewe­sen sein soll­ten, um zu baden und zu schnor­cheln. Damit habe sich nur “ein natür­li­ches Risi­ko von Meer und Wet­ter ver­wirk­licht, das vom Rei­sen­den grund­sätz­lich hin­ge­nom­men wer­den muss”, so das Gericht.


In dem Fall, so Klar­mann, waren der Klä­ger, sei­ne Frau und sei­ne Toch­ter für ins­ge­samt 27.000 € zwei Wochen auf die Sey­chel­len gereist. Anschlie­ßend ver­klag­te der Klä­ger den Rei­se­ver­an­stal­ter TUI auf Rück­zah­lung von 25% des Rei­se­prei­ses, u.a. weil die Wel­len wegen stür­mi­schen Wet­ters zu hoch zum Baden und Schnor­cheln gewe­sen sei­en. Die 1. Zivil­kam­mer des Land­ge­richts Han­no­ver hat die­se For­de­rung des Klä­gers abge­wie­sen. Aus den Kata­log­in­for­ma­tio­nen zum übli­chen Wet­ter auf den Sey­chel­len erge­be sich kein umfas­sen­der Ver­trau­ens­schutz für den Klä­ger. Auch las­se sich nicht fest­stel­len, dass die Rei­se­zeit grund­sätz­lich unge­eig­net zum Baden und Schnor­cheln gewe­sen wäre oder der Rei­se­ver­an­stal­ter bestimm­tes Wet­ter ver­bind­lich zuge­si­chert hät­te. 


Kein ver­stän­di­ger Rei­sen­der kön­ne erwar­ten, dass ein Rei­se­ver­an­stal­ter durch eine all­ge­mei­ne Kli­ma­be­schrei­bung im Rei­se­pro­spekt gene­rell Unwäg­bar­kei­ten der Natur und deren Fol­gen aus­schlie­ßen wol­le, führt das Urteil wei­ter aus. Der Rei­se­ver­an­stal­ter habe kei­nen Ein­fluss auf Natur­er­eig­nis­se wie schlech­tes Wet­ter und wer­de inso­weit nicht als “Erbrin­ger von Rei­se­leis­tun­gen” tätig.


Klar­mann emp­fahl, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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