(Kiel) Das Urteil des Ober­lan­des­gerichts Düs­sel­dorf vom 9. Dezem­ber 2008, durch das ein 25-jähriger libane­sis­ch­er Stu­dent nach knapp ein­jähriger Hauptver­hand­lung wegen ver­sucht­en Mordes und ver­sucht­en Her­beiführens ein­er Sprengstof­f­ex­plo­sion zu lebenslanger Frei­heitsstrafe verurteilt wor­den ist, ist rechtskräftig.

Der 3. Straf­se­n­at des Bun­des­gericht­shofs (BGH) hat die Revi­sion des Angeklagten verworfen.


Darauf ver­weist der Wormser Fachan­walt für Strafrecht Jür­gen Möthrath von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf den am 20.01.2010 veröf­fentlicht­en Beschluss des Bun­des­gerichthofs (BGH) vom 24. Novem­ber 2009, Az. 3 StR 327/09.


Der Angeklagte und sein Mit­täter, ein eben­falls in Deutsch­land studieren­der, zur Tatzeit 20-jähriger Libanese, bestiegen am 31. Juli 2006 im Köl­ner Haupt­bahn­hof zwei Region­alzüge und deponierten in diesen von ihnen selb­st gefer­tigte, in Kof­fern ver­bor­gene Sprengsätze, um möglichst viele Zug­in­sassen zu töten. Sie beab­sichtigten damit, wegen der Veröf­fentlichung der so genan­nten Mohammed-Karika­turen in ein­er dänis­chen Zeitung im Sep­tem­ber 2005 sowie in zwei deutschen Tageszeitun­gen Anfang Feb­ru­ar 2006 Vergel­tung zu üben. Die schon zuvor radikal-islamistisch eingestell­ten Täter woll­ten damit zugle­ich selb­st aktiv am “glob­alen Jihad gegen den West­en” teil­nehmen. Die aufwändig hergestell­ten Sprengsätze wur­den zwar gezün­det; sie kon­nten allerd­ings — ent­ge­gen der Vorstel­lung der Täter — kon­struk­tions­be­d­ingt nicht explodieren. Sie wur­den daher von Bah­n­per­son­al unversehrt aufge­fun­den und sichergestellt. Die Täter flüchteten unmit­tel­bar nach der Tat in ihr Heimat­land, wo der Mit­täter des Angeklagten später wegen des Anschlags zu ein­er langjähri­gen Frei­heitsstrafe verurteilt wurde. Der Angeklagte selb­st kehrte wenige Tage nach der Tat nach Deutsch­land zurück. Er wurde am 19. August 2006 festgenommen.


Möthrath riet, in allen strafrechtlich rel­e­van­ten Fällen ggfs. rechtlichen Rat in Anspruch zu nehmen, wobei er dabei u. a. auch auf die auf Strafrecht spezial­isierten Anwälte und Anwältin­nen in der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – verwies.


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