(Kiel) Ab dem Jah­re 2010 gibt es die Mög­lich­keit, anstel­le der bis­he­ri­gen Steu­er­klas­sen­wahl III/V die Anwen­dung des sog. Fak­tor­ver­fah­rens beim Finanz­amt zu bean­tra­gen.

Die gesetz­li­che Ziel­set­zung die­ser “drit­ten Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­ti­on” ist es, so der Ham­bur­ger Steu­er­be­ra­ter und Fach­be­ra­ter für Rating (DStV e.V.) Frank Zin­gel­mann von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, die hohe Abga­ben­last in Fäl­len der Steu­er­klas­se V zu besei­ti­gen.


Nach bis­her gel­ten­dem Recht haben Ehe­gat­ten, die bei­de Lohn­ein­künf­te bezie­hen und zusam­men zur Ein­kom­men­steu­er ver­an­lagt wer­den, für den Lohn­steu­er­ab­zug ein Wahl­recht zwi­schen der Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­tio­nen IV/IV und III/V.  Die in der Pra­xis führt dies zu hohen Abga­ben des Ehe­gat­ten mit Steu­er­klas­se V.


Durch die Ein­füh­rung des sog. Fak­tor­ver­fah­rens (§ 39f EStG) soll die­se Ungleich­be­hand­lung der Ehe­gat­ten besei­tigt wer­den. Der Fak­tor ist ein steu­er­min­dern­der Mul­ti­pli­ka­tor, der sich bei unter­schied­lich hohen Arbeits­löh­nen der Ehe­gat­ten aus der Wir­kung des Split­ting­ver­fah­rens in der Ver­an­la­gung errech­net.


Da der Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­ti­on die Lohn­steu­er­be­rech­nung nach der Steu­er­klas­se IV zugrun­de liegt, nimmt jeder Ehe­gat­te an den steu­er­ent­las­ten­den Wir­kun­gen des Grund­frei­be­trags, der Vor­sor­ge­pau­scha­le und der Kin­der­frei­be­trä­ge teil. Mit der Wahl der Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­ti­on IV-Fak­tor/IV-Fak­tor, so Zin­gel­mann, wer­den die per­sön­li­chen Steu­er­frei­be­trä­ge des ein­zel­nen Ehe­gat­ten bereits beim Lohn­steu­er­ab­zug berück­sich­tigt und anschlie­ßend der Lohn­steu­er­ab­zug durch Anwen­dung des Fak­tors auf die Steu­er­klas­se IV-Lohn­steu­er ent­spre­chend der Wir­kung des Split­ting­ver­fah­rens zusätz­lich gemin­dert. Im Ergeb­nis ergibt sich eine Lohn­steu­er­be­las­tung des jewei­li­gen Ehe­gat­ten der zwi­schen der bis­he­ri­gen Steu­er­klas­se III. bzw. V liegt.


Zin­gel­mann emp­fahl, ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Frank Zin­gel­mann
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