(Brühl) Mit­tel­stän­di­sche Betrie­be füh­len sich bei der Ver­ga­be öffent­li­cher Auf­trä­ge oft benach­tei­ligt. Dies berich­tet der Mann­hei­mer Steu­er­fach­an­walt Nor­bert Klein von der Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. mit Sitz in Brühl

Klein, der zugleich Regio­nal­vor­sit­zen­der der „Libe­ra­len Initia­ti­ve Mit­tel­stand Baden-Würt­tem­berg e. V.“ ist, weist auf zuneh­men­de Kla­gen aus dem gesam­ten Mit­tel­stand über das gel­ten­de Ver­ga­be­recht und die Ver­ga­be­pra­xis bei Ver­ga­be von Auf­trä­gen durch die öffent­li­che Hand hin. Dies, so betont Klein, gel­te auch für die Ver­ga­be von Auf­trä­gen durch kom­mu­na­le Behör­den wie Stadt- oder Kreis­ver­wal­tun­gen. Haupt­kri­tik­punk­te der mit­tel-stän­di­schen Unter­neh­mer sind dabei die erheb­li­chen büro­kra­ti­schen Hür­den, die an sie bei der Siche­rung der häu­fig extrem umfang­rei­chen Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen und die ent-spre­chen­de Erstel­lung des Aus­schrei­bungs­an­ge­bo­tes gestellt wer­den. Gera­de klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men fällt es, etwa im Ver­gleich zu oft auch über­re­gio­nal täti­gen (Bil­lig-) Anbie­tern, schwer, bei der Ange­bots­er­stel­lung zu „Bil­lig­prei­sen“ mit­zu­hal­ten. Die her­be Kri­tik der mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­mer an der Ver­ga­be­pra­xis kom­mu­na­ler Behör­den rich­tet sich nach Kleins Wor­ten auch dage­gen, dass für die Behör­den bei der Auf­trags­ver­ga­be häu­fig ein­zig und allein der „Preis“ aus­schlag­ge­bend sei, wäh­rend ande­re Aspek­te, wie etwa die ange­bo­te­ne Qua­li­tät oder Lebens­dau­er des Pro­dukts oder auch deut­lich höhe­re Unter-hal­tungs­kos­ten in der Zukunft kei­ne Berück­sich­ti­gung fin­den. Beson­ders ver­är­gert sind die mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­mer auch dar­über, dass „ihre Orts­an­säs­sig­keit“ sowie die „Aus­bil­dungs­quo­te“, zu der sie von den Behör­den stän­dig ange­hal­ten wer­den, bei der Ver­ga­be der Auf­trä­ge gera­de kei­ne Rol­le spielt. Dies, so Klein, soll­te im Inter­es­se des Mit­tel­stan­des, der als „tra­gen­de Säu­le“ der gesam­ten deut­schen Wirt­schaft gilt, bei einer Neu­re­ge­lung der Ver­ga­be­richt­li­ni­en stär­ker berück­sich­tigt wer­den.


Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Nor­bert Klein
Rechts­an­walt / Fach­an­walt für Steu­er­recht
c/o Rechts­an­wäl­te Nor­bert Klein & Kol­le­gen
Fried­richs­platz 5
68165 Mann­heim
Tel.: 0621 / 12730–0 Fax: 0621 / 12730–20
E‑Mail: anwaltskanzlei.klein@t‑online.de