(Kiel) Das Land­ge­richt Frank­furt am Main hat die Nas­saui­sche Spar­kas­se in einem soeben ver­kün­de­ten Urteil zu Scha­dens­er­satz bzw. zur Rück­ab­wick­lung eines im Janu­ar 2007 getä­tig­ten Wert­pa­pier­ge­schäfts – Zer­ti­fi­kat Nas­pa Crea­ti­vIn­vest 6 (Emit­tent: Mer­rill Lynch S.A.) – ver­ur­teilt.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das Urteil des Land­ge­richts Frank­furt am Main (LG) vom  13.11.2009, Az.: 2–21 O 149/09.


Die Klä­ger (ein Ehe­paar) sind lang­jäh­ri­ge Kun­den der Nas­saui­schen Spar­kas­se und haben im Anschluss an ein Bera­tungs­ge­spräch im Janu­ar 2007 ein Zer­ti­fi­kat mit 300 Stück Nas­pa Crea­ti­vIn­vest 6 zu einem Betrag von € 30.300 erwor­ben. Bei dem ein­ge­setz­ten Kapi­tal han­del­te es sich um Erspar­nis­se der Klä­ger, die vor­ran­gig der Alters­vor­sor­ge und ‑siche­rung die­nen soll­ten.


In sei­ner Ent­schei­dung ist das Land­ge­richt Frank­furt am Main der Argu­men­ta­ti­on des Frank­fur­ter  Klä­ger­an­walts Klaus Hün­lein gefolgt und hat bestä­tigt, dass die Nas­saui­sche Spar­kas­se ver­pflich­tet war, im Rah­men des sei­ner­zei­ti­gen Bera­tungs­ge­sprächs die Klä­ger über die vom Emit­ten­ten gezahl­te Rück­ver­gü­tung zu infor­mie­ren.


Das Land­ge­richt nahm hier­bei Bezug auf die sog. Kick­back-Ent­schei­dun­gen des BGH, wonach eine Bank auch unge­fragt dar­auf hin­zu­wei­sen hat, ob und in wel­cher Höhe sie Rück­ver­gü­tun­gen aus Aus­ga­be­auf­schlä­gen und Ver­wal­tungs­kos­ten etc. erhält. Da die Nas­saui­sche Spar­kas­se ihren Kun­den jedoch die Rück­ver­gü­tun­gen ver­schwie­gen hat­te, hat das Land­ge­richt eine Ver­let­zung der Ver­trags­pflich­ten der Nas­saui­schen Spar­kas­se und damit den Scha­dens­er­satz­an­spruch der Klä­ger fest­ge­stellt.


Im Ergeb­nis hat das Gericht die Nas­saui­sche Spar­kas­se ver­ur­teilt, den Klä­gern den Erwerbs­preis i.H.v. € 30.300 zzgl. Zin­sen i.H.v. 4 % (durch­schnitt­li­che Ren­di­te für fest­ver­zins­li­che Wert­pa­pie­re) gegen Rück­über­tra­gung der Zer­ti­fi­ka­te zu zah­len, wie auch den Klä­gern die vor­ge­richt­li­chen Rechts­an­walts­kos­ten zu erset­zen.


Hün­lein emp­fahl, ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:


Klaus Hün­lein, Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht
Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht
Eschen­hei­mer Anla­ge 1
06316 Frank­furt (Deutsch­land)
Tele­fon:     069/4800 7890
Fax: 069/4800789–50
eMail: rae@huenlein.de
www.huenlein.de