(Kiel) Eine mit Geld­spiel­au­to­ma­ten bestück­te Spiel­hal­le ist als Gast­stät­te im Sin­ne des Nie­der­säch­si­schen Nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes zu behan­deln, wenn der Betrei­ber dar­in an sei­ne Gäs­te wäh­rend der Dau­er ihres Auf­ent­halts kos­ten­los war­me und kal­te Geträn­ke abgibt.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die am 20.07.2009 ver­öf­fent­lich­te Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Cel­le (OLG) vom 7. Juli 2009, Az.:  322 SsBs 75/09.


Die Stadt Han­no­ver ver­häng­te gegen den Betrei­ber einer Spiel­hal­le ein Buß­geld, weil die­ser in sei­ner Spiel­hal­le nicht die Rege­lun­gen zum Rauch­ver­bot in Gast­stät­ten ein­hal­te. Der Betrei­ber ver­trat den Stand­punkt, dass sei­ne Spiel­hal­le kei­ne Gast­stät­te im Sin­ne des Nie­der­säch­si­schen Nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes sei und sei­ne Gäs­te daher rau­chen dürf­ten. Er leg­te des­halb Wider­spruch gegen den Buß­geld­be­scheid ein, muss­te aber eine Nie­der­la­ge vor dem Amts­ge­richt Han­no­ver erlei­den.


Auch die beim OLG gegen das amts­ge­richt­li­che Urteil ein­ge­leg­te Rechts­be­schwer­de erwies sich als erfolg­los, betont Klar­mann.


Der Senat ent­schied, dass die Rege­lun­gen zum Nicht­rau­cher­schutz nicht danach unter­schei­den, ob eine Gast­stät­te nach dem Gast­stät­ten­ge­setz erlaub­nis­pflich­tig sei oder nicht. Maß­geb­lich sei, dass in der Spiel­hal­le Geträn­ke zum Ver­zehr an Ort und Stel­le ver­ab­reicht wür­den. Auch kön­ne sich der Spiel­hal­len­be­sit­zer nicht auf die Aus­nah­me­re­ge­lung für die “Abga­be unent­gelt­li­cher Kost­pro­ben” beru­fen. Zwar sei­en die Geträn­ke kos­ten­los. Anders als bei Kost­pro­ben dien­ten sie aber nicht dazu, zum Kauf der Geträn­ke anzu­re­gen. Zweck sei viel­mehr, den Ver­bleib in der Spiel­hal­le und das Spie­len an den Geld­au­to­ma­ten zu för­dern und damit den Gewinn des Betrei­bers zu stei­gern. Gegen den Beschluss ist kein wei­te­res Rechts­mit­tel mehr mög­lich


Klar­mann emp­fahl, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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