(Kiel)  Die von Aktio­nä­ren der Deut­schen Bank erho­be­ne Kla­ge, mit der die Nich­tig­keit meh­re­rer auf der Haupt­ver­samm­lung der Deut­schen Bank am 2.6.2004 gefass­ter Beschlüs­se fest­ge­stellt wer­den soll­te, ist auch in zwei­ter Instanz vor dem Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt (OLG) über­wie­gend erfolg­los geblie­ben.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des OLG Frank­furt vom 26.06.2009  zum Urteil vom 24.06.2009, Az.: 23 U 90/07.


Ange­grif­fen waren ins­be­son­de­re Beschlüs­se zur Ent­las­tung des Vor­stands und des Auf­sichts­rats, zur Bestel­lung eines Abschluss­prü­fers sowie die Fest­stel­lung des Jah­res­ab­schluss für das Geschäfts­jahr 2003.


Nach der am 24.06.2009 ver­kün­de­ten Ent­schei­dung des 23. Zivil­se­nats des Ober­lan­des­ge­richts Frank­furt am Main wird nur der Beschluss zur Ent­las­tung des Vor­stands für nich­tig erklärt, alle ande­ren Anträ­ge hat­ten kei­nen Erfolg, betont Gie­se­ler.


Die Kla­ge war inso­weit begrün­det, weil der Senat davon aus­geht, dass den Aktio­nä­ren der Haupt­ver­samm­lung Fra­gen von wesent­li­cher Bedeu­tung nicht beant­wor­tet wur­den. Hier­bei han­del­te es sich um Fra­gen zu einem von der Beklag­ten im Jahr 2002 gegrün­de­ten Füh­rungs­gre­mi­um, dem sog. GEC (Group Exe­cu­ti­ve Com­mit­tee). Dage­gen gab es nach Auf­fas­sung des Senats kei­nen Grund, auch dem Auf­sichts­rat die Ent­las­tung zu ver­wei­gern.


Auch der Jah­res­ab­schluss 2003 stellt sich aus Sicht des Senats als recht­mä­ßig dar. Ins­be­son­de­re sei damals eine Rück­stel­lungs­bil­dung wegen even­tu­el­ler Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Dr. Leo Kirch nicht erfor­der­lich gewe­sen. Hin­ter­grund des Ver­fah­rens war inso­weit eine Scha­dens­er­satz­kla­ge von Kirch gegen die Deut­sche Bank wegen einer Inter­view­äu­ße­rung ihres frü­he­ren Vor­stands­vor­sit­zen­den im Febru­ar 2002 zur Kre­dit­wür­dig­keit der Kirch-Unter­neh­mens­grup­pe.


Das Gericht begrün­det die Ent­behr­lich­keit von Rück­stel­lun­gen in die­sem Zusam­men­hang damit, dass zum Zeit­punkt der Auf­stel­lung der Bilanz die Aus­sicht der Beklag­ten, sich erfolg­reich gegen die von Kirch gel­tend gemach­ten Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen zu weh­ren, gut stan­den und über­dies die Höhe des mög­li­chen Scha­dens nicht ver­nünf­tig abschätz­bar gewe­sen sei.


Die Revi­si­on wur­de nicht zuge­las­sen. Die Ent­schei­dung kann jedoch mit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de beim BGH ange­foch­ten wer­den.
Gie­se­ler mahn­te, das Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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