(Kiel)  Eine außer­halb der bebau­ten Orts­la­ge (soge­nann­ter Außen­be­reich) von May­en-Hau­sen in Rhein­land-Pfalz geneh­mig­te Bio­gas­an­la­ge ver­letzt kei­ne Nach­bar­rech­te.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die am 20.11.2009 ver­öf­fent­lich­ten Urtei­le des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­land-Pfalz vom 07.10.2009, Az.: 1 A 10872/07.OVG und 1 A 10898/07.OVG.


Die Klä­ger sind Eigen­tü­mer von Wohn­grund­stü­cken am Orts­rand von May­en-Hau­sen. Sie wen­den sich gegen die Geneh­mi­gung einer Bio­gas­an­la­ge zur Strom­erzeu­gung. Die Anla­ge soll im Außen­be­reich auf einem land­wirt­schaft­li­chen Betriebs­grund­stück errich­tet wer­den. Zu dem land­wirt­schaft­li­chen Betrieb gehört der­zeit eine Schwei­ne­mast mit 560 Lie­ge­plät­zen. Eine Erwei­te­rung auf 2.200 Plät­ze ist geplant. In der Bio­gas­an­la­ge soll Gül­le aus der Schwei­ne­mast, Getrei­de sowie Grün­schnitt aus der Lan­des­pfle­ge ver­go­ren und dadurch ein Block­heiz­kraft­werk betrie­ben wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies die Kla­gen ab. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­te die­se Ent­schei­dun­gen, betont Disch­ke.


Der Betrieb der Bio­gas­an­la­ge füh­re zu kei­nen unzu­mut­ba­ren Belas­tun­gen der Klä­ger. Nach dem vom Gericht ein­ge­hol­ten Lärm­gut­ach­ten ent­ste­he sowohl durch die Anla­ge selbst als auch durch den Zu- und Abgangs­ver­kehr eine Lärm­be­las­tung, wel­che die Grenz­wer­te für ein all­ge­mei­nes Wohn­ge­bie­te ein­hal­te. Dies gel­te auch im Fal­le der geplan­ten Erwei­te­rung des Schwei­ne­mast­be­trie­bes. Des Wei­te­ren sei­en kei­ne erheb­li­chen Geruchsim­mis­sio­nen zu erwar­ten. Es han­de­le sich um eine geschlos­se­ne Anla­ge, bei wel­cher der Aus­tritt geruchs­be­las­te­ter Luft so weit wie mög­lich ver­mie­den wer­de. Außer­dem sei­en nach den gut­ach­ter­li­chen Fest­stel­lun­gen Geruchs­be­las­tun­gen in weni­ger als 10% der Jah­res­stun­den wahr­nehm­bar. Geruchsim­mis­sio­nen in die­sem Umfang müss­ten in einem Wohn­ge­biet, das an den Außen­be­reich angren­ze, hin­ge­nom­men wer­den. Dies gel­te auch des­halb, weil die Bio­gas­an­la­ge im Außen­be­reich bevor­zugt errich­tet wer­den dür­fe.


Disch­ke mahn­te, den Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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Edu­ard Disch­ke
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