(Kiel)  Der 3. Kar­tell­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat ent­schie­den, dass die Deut­sche Bahn AG-Toch­ter, die DB Ener­gie GmbH, ihre Prei­se für die Durch­lei­tung von Fremd­strom durch ihr Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz von der Bun­des­netz­agen­tur geneh­mi­gen las­sen muss.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf den Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf (OLG) vom 16.12.2009, Akten­zei­chen VI‑3 Kart 61/09 (V).


Die DB Ener­gie GmbH betreibt ein rund 7.700 Kilo­me­ter lan­ges Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz. Kon­kur­ren­ten der Deut­schen Bahn AG, die den Ober­lei­tungs­strom an der Schie­ne nut­zen wol­len, kön­nen den Strom ent­we­der im Rah­men einer „Bahn­strom-Voll­ver­sor­gung“ von der DB Ener­gie GmbH oder von einem Dritt­un­ter­neh­men bezie­hen. Bezie­hen sie den Strom von Dritt­an­bie­tern muss der Fremd­strom durch das Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz der DB Ener­gie GmbH zur Ober­lei­tung an der Schie­ne „durch­ge­lei­tet“ wer­den. Soll Fremd­strom genutzt wer­den, kann das Bahn­un­ter­neh­men oder der Dritt­an­bie­ter mit der DB Ener­gie GmbH einen Netz­zu­gangs­ver­trag zur Durch­lei­tung des Fremd­stroms schlie­ßen.


Bis­lang wur­den die von der DB Ener­gie GmbH ver­lang­ten Prei­se nur dar­auf über­prüft, ob die Ent­gel­te im Ein­zel­fall dis­kri­mi­nie­rend waren. Am 18.12.2008 hat­te die Bun­des­netz­agen­tur fest­ge­stellt, dass die Netz­zu­gangs­ent­gel­te für das Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz nach dem Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz zu prü­fen und damit der Höhe nach zu geneh­mi­gen sei­en. Hier­ge­gen hat­te sich die DB Ener­gie GmbH gewandt und sich dar­auf beru­fen, dass auf das Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz nicht das Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz anwend­bar sei.


Der 3. Kar­tell­se­nat hat nun ent­schie­den, dass auch für das Bahn­strom-Fern­lei­tungs­netz das Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz gel­te, betont Gie­se­ler. Die DB Ener­gie GmbH hat daher einen Antrag auf Geneh­mi­gung ihrer Durch­lei­tungs­prei­se zu stel­len und die Ange­mes­sen­heit und Höhe ihrer ver­lang­ten Ent­gel­te auf einer kos­ten­ori­en­tier­ten Basis geneh­mi­gen zu las­sen.


Gegen die Ent­schei­dung kann bin­nen eines Monats nach Zustel­lung Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof ein­ge­legt wer­den.


Gie­se­ler mahn­te, dies zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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