(Kiel) Der 20. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat soeben in einem Unter­las­sungs­ver­fah­ren ent­schie­den, dass ein beklag­ter Ghost­wri­ter auf sei­ner Inter­net­sei­te nicht damit wer­ben darf, er sei „einer der Markt­füh­rer“ im Bereich des wis­sen­schaft­li­chen Ghost­wri­tings.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 17.02.2011 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Düs­sel­dorf vom 08.02.2011 — I‑20 U 116/10.

Der Beklag­te hat­te sich auf sei­ner Inter­net­sei­te als einer der Markt­füh­rer des wis­sen­schaft­li­chen Ghost­wri­tings prä­sen­tiert. So ver­langt er je nach Umfang etwa für eine Dis­ser­ta­ti­on zwi­schen 10.000 € und 20.000 €. Auf sei­ner Inter­net­sei­te hat­te der Beklag­te fer­ner dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Ange­bot sich nur auf wis­sen­schaft­li­che Tex­te für Übungs­zwe­cke bezie­he, die erstell­ten Arbei­ten nicht als eige­ne Prü­fungs­leis­tung bei einer Hoch­schu­le ein­ge­reicht wer­den dürf­ten.

Der Klä­ger, eben­falls Ghost­wri­ter, der auch die Erstel­lung ande­rer wis­sen­schaft­li­cher Tex­te für Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen anbie­tet, ist gegen die Behaup­tung vor­ge­gan­gen, der Beklag­te sei Markt­füh­rer. Der Beklag­te gehö­re weder nach Umsatz noch nach sei­nem Ange­bot zur Spit­zen­grup­pe. Das Land­ge­richt Wup­per­tal hat­te den Unter­las­sungs­an­trag am 06.07.2010 zurück­ge­wie­sen (Akten­zei­chen 11 O 49/10).

Der 20. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts hat auf die Beru­fung des Klä­gers am 08.02.2011 dem Beklag­ten unter­sagt, mit der Behaup­tung zu wer­ben, er sei Markt­füh­rer, so betont Dr. Ise­le.

Der Beklag­te kön­ne schon des­halb nicht zu den Markt­füh­rern des wis­sen­schaft­li­chen Ghost­wri­tings gehö­ren, weil er aus­schließ­lich ver­bo­te­ne Dienst­leis­tun­gen, Abschluss­ar­bei­ten zum Erwerb aka­de­mi­scher Gra­de für Drit­te zu erstel­len, anbie­te. Der Hin­weis auf der Inter­net­sei­te, dass die Arbei­ten nur zu Übungs­zwe­cken ver­wen­det wer­den dürf­ten, sei ersicht­lich nicht ernst gemeint. Es sei lebens­fremd, dass jemand mehr als 10.000 € für einen blo­ßen Übungs­text zah­le. Die Ent­schei­dung ist rechts­kräf­tig.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, die­se Ent­schei­dung zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.

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