(Kiel) Mit Urteil vom 15.6.2010 hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main die Beru­fung der Deut­schen Bank AG gegen ein Urteil des Land­ge­richts Frank­furt am Main zurück­ge­wie­sen, in dem fest­ge­stellt wur­de, dass die auf der Haupt­ver­samm­lung am 29.5.2008 gefass­ten Beschlüs­se nich­tig sind.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Frank­furt am Main vom 15.6.2010, Az.: 5 U 144/09.

Geklagt hat­ten meh­re­re Aktio­nä­re der beklag­ten Deut­schen Bank. Wie schon das Land­ge­richt sieht auch der zustän­di­ge 5. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts die Ein­la­dung zur Haupt­ver­samm­lung 2008 als feh­ler­haft an, was zur Nich­tig­keit der auf der Haupt­ver­samm­lung gefass­ten Beschlüs­se füh­re. Die Ein­la­dung sei feh­ler­haft, weil sie die Teil­nah­me­be­din­gun­gen falsch ange­be. Die For­mu­lie­rung in der Ein­la­dung “Aktio­nä­re … kön­nen ihr Stimm­recht auch durch einen Bevoll­mäch­tig­ten … aus­üben las­sen. In die­sem Fall sind die Bevoll­mäch­tig­ten recht­zei­tig anzu­mel­den.” kön­ne dahin miss­ver­stan­den wer­den, dass sich im Fal­le einer Bevoll­mäch­ti­gung nicht nur die Aktio­nä­re selbst, son­dern auch die Bevoll­mäch­tig­ten inner­halb der bis zum 26.5.2008 bestimm­ten Frist anmel­den müss­ten.

Im Hin­blick auf die abwei­chen­de Recht­spre­chung ande­rer Ober­lan­des­ge­rich­te zur Fra­ge, wel­che Fol­gen der beschrie­be­ne Ein­la­dungs­feh­ler hat, ist die Revi­si­on zum Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­sen wor­den.
Gie­se­ler mahn­te, dies und einen etwai­gen Fort­gang zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de

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