(Kiel) Der Wett­be­werbs­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat soeben ent­schie­den, dass die aktu­el­le Auf­ma­chung des unter der Mar­ke Schwep­pes ver­trie­be­nen Pro­duk­tes „Spar­k­ling-Tea” in den Varie­tä­ten „Black Tea / Peach & Jas­min”, „Green Tea / Citrus & Gin­ger” und „Rooi­bos / Oran­ge & Lemon­gras” nicht irre­füh­rend ist, und hat damit die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung des Land­ge­richts Sie­gen bestä­tigt.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die ent­spre­chen­de Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 20.03.2012 zu sei­nem Urteil vom 14.02.2012 — I‑4 U 143/11.

Der kla­gen­de Ver­ein von Unter­neh­mern, die Tee u. a. impor­tie­ren und ver­trei­ben, sah in der aktu­el­len Auf­ma­chung des von der Beklag­ten unter der Mar­ke Schwep­pes ver­trie­be­nen Pro­duk­tes „Spar­k­ling-Tea”, auf der Früch­te abge­bil­det sind, eine Irre­füh­rung dahin­ge­hend, dass in dem Getränk sowohl auf­ge­brüh­ter Tee als auch Frucht­saft oder Frucht­mark ent­hal­ten sei und mach­te – ohne Erfolg — Unter­las­sungs­an­sprü­che gel­tend.

Die Auf­ma­chung der streit­ge­gen­ständ­li­chen „Spar­k­ling-Tea-Fla­schen” erwe­cke nicht den fal­schen Ein­druck, dass es sich bei dem Getränk in der Fla­sche um einen auf­ge­brüh­ten Tee, son­dern viel­mehr um ein Erfri­schungs­ge­tränk mit Tee-Extrakt han­delt, hat der Senat nach umfas­sen­der Wür­di­gung aller Umstän­de aus­ge­führt. Das Getränk hei­ße nicht nur „Tea”, son­dern „Spar­k­ling Tea”, die Auf­ma­chung erin­ne­re an „Eis­tee” und der Wort­zu­satz „Mit Koh­len­säu­re & wert­vol­len Aus­zü­gen von Tee” stel­le klar, dass es sich nicht um auf­ge­brüh­ten Tee han­de­le. Zudem sei auf der für Erfri­schungs­ge­trän­ke typi­schen durch­sich­ti­gen Fla­sche der aus­drück­li­che Zusatz „Erfri­schungs­ge­tränk” ent­hal­ten.

Die Abbil­dung der Früch­te bzw. der Rooi­bos-Pflan­ze auf den Fla­schen erwe­cke nicht den irre­füh­ren­den Ein­druck, dass in dem Getränk Frucht­saft oder Frucht­mark ent­hal­ten sei. Durch die Abbil­dun­gen wer­de auf die Geschmacks­rich­tung hin­ge­wie­sen. Die­se Geschmacks­rich­tung wer­de in unmit­tel­ba­rer Nähe der Abbil­dun­gen zudem als „Citrus & Gin­ger Geschmack”, „Peach & Jas­min Geschmack” sowie „Oran­ge & Lemon­gras Geschmack” beschrie­ben. Mit der jewei­li­gen Geträn­ke­far­be, die dem jewei­li­gen Tee fol­ge, wer­de auch nicht vor­ge­täuscht, dass Frucht­saft oder Frucht­mark, die eine natür­li­che Far­be haben, ent­hal­ten sei. Letz­te Zwei­fel eines kri­ti­schen Ver­brau­chers könn­ten durch einen Blick auf die Zuta­ten­lis­te aus­ge­räumt wer­den.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de — ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Dr. Jan Felix Ise­le, Rechts­an­walt
Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz
DANCKELMANN UND KERST
Rechts­an­wäl­te Nota­re
Main­zer Land­stra­ße 18
60325 Frank­furt am Main
GERMANY
Tele­fon: +49 69 920727–0 (Zen­tra­le)
Tele­fon: +49 69 920727–34 oder ‑39 (Sekre­ta­ri­at)
Tele­fax: +49 69 920727–60
E‑Mail: ra.dr.isele@danckelmann-kerst.de
Inter­net: www.danckelmann-kerst.de