(Kiel) Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter der “Dubai 1000-Hotel-Fonds Gesell­schaft”, die den Anle­gern als künf­ti­ge Ver­trags­part­ner ent­ge­gen getre­ten sind, haf­ten auf Scha­dens­er­satz wegen Män­geln im Ver­kaufs­pro­spekt.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf eine Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 7.11.2011 zu sei­nen Urtei­len, Az.: I‑8 U 51/11; I‑8 U 55/11; I‑8 U 71/11 und I‑8 U 72/11, mit denen die erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen des Land­ge­richts Dort­mund im Ergeb­nis bestä­tigt wur­den.

Die „Dubai 1000 Hotel-Fonds Gesell­schaft” woll­te in Dubai ein Grund­stück erwer­ben, dar­auf ein 1000 Bet­ten Hotel errich­ten und die­ses ver­mie­ten. Tat­säch­lich schei­ter­te das Pro­jekt, es kam ledig­lich zur Aus­schach­tung einer Bau­gru­be und zur Erstel­lung einer Fun­da­ment­plat­te. Die Klä­ger, die der Gesell­schaft mit Ein­la­gen von 10.500 Euro bzw. 25.000 Euro bei­getre­ten waren, ver­lang­ten nach dem Schei­tern des Pro­jekts von der Gesell­schaft und den Grün­dungs­ge­sell­schaf­tern Scha­dens­er­satz.

Gegen­über den Grün­dungs­ge­sell­schaf­tern mit Erfolg, denn die­se hät­ten – so führ­te der Senat aus — die ihnen oblie­gen­de Pflicht zur sach­lich rich­ti­gen und voll­stän­di­gen Auf­klä­rung über das mit dem Bei­tritt ver­bun­de­ne Risi­ko ver­letzt, indem sie fal­sche und unvoll­stän­di­ge Ver­kaufs­pro­spek­te benutzt haben.

Die Anle­ger wur­den in einem Nach­trag zum Ver­kaufs­pro­spekt dar­über infor­miert, dass „das Grund­stück selbst­ver­ständ­lich über eine Bau­ge­neh­mi­gung für ein Hotel ver­fü­ge”. Die­se Anga­ben waren miss­ver­ständ­lich, denn es sei­en wei­te­re Bau­ge­neh­mi­gun­gen zur Rea­li­sie­rung des Pro­jekts erfor­der­lich gewe­sen. Der Nach­trag zum Ver­kaufs­pro­spekt infor­mier­te die Anle­ger zudem dar­über, dass die Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­le durch eine Rechts­an­wäl­tin durch­ge­führt wur­de. Der dadurch erweck­te Schein einer objek­ti­ven Kon­trol­le sei falsch. Im Zeit­punkt des Bei­tritts der Anle­ger lag – wie der Senat aus­führ­te — eine per­sön­li­che Bin­dung zwi­schen der Rechts­an­wäl­tin und dem Geschäfts­füh­rer der „Dubai 1000 Hotel-Fonds Gesell­schaft” vor.

Von den auf­klä­rungs­pflich­ti­gen Grün­dungs­ge­sell­schaf­tern könn­ten die Anle­ger, die bei voll­stän­di­ger und rich­ti­ger Auf­klä­rung nicht in die Gesell­schaft inves­tiert hät­ten, Rück­zah­lung des inves­tier­ten Betrags nebst Agio sowie den ent­gan­ge­nen Gewinn gegen Rück­über­tra­gung der Betei­li­gung ver­lan­gen. Gegen­über der Gesell­schaft schei­ter­ten die Anle­ger mit ihren Scha­dens­er­satz­kla­gen. Die Grund­sät­ze der feh­ler­haf­ten Gesell­schaft stün­den einer Haf­tung ent­ge­gen.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Klaus Hün­lein
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