(Kiel) Für eine fehl­ge­schla­ge­ne Kapi­tal­an­la­ge bei dem Alter­na­ti­ve Capi­tal Invest (ACI) Dubai Tower V. Fonds haf­tet der Geschäfts­füh­rer und Allein­ge­sell­schaf­ter der an dem Fonds als Treu­hand­ge­sell­schaft betei­lig­ten DMI Ver­wal­tungs- und Betei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH (DMI) nicht per­sön­lich.


Dar­auf ver­weist der Ham­bur­ger Rechts­an­walt Mat­thi­as W. Kroll, LL.M., Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Finanz­dienst­leis­tungs- und Ver­si­che­rungs­recht“ der DASV Deut­schen Anwalt- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 13.08.2013 zu sei­nem Urteil vom 02.07.2013 (34 U 240/12).


Ab dem Jah­re 2005 initi­ier­ten zwei Kauf­leu­te aus Güters­loh im Rah­men der von ihnen geführ­ten Unter­neh­men der ACI-Grup­pe meh­re­re geschlos­se­ne Immo­bi­li­en­fonds, mit deren Kapi­tal Büro­ge­bäu­de in Dubai errich­tet wer­den soll­ten. Im Juli 2007 zeich­ne­te der kla­gen­de Pri­vat­an­le­ger aus Flens­burg über die DMI als Treu­hand­ge­sell­schaft eine Betei­li­gung im Nenn­wert von 20.000 € am V. Fonds. Dabei erwar­te­te er, steu­er­be­güns­tigt an den Gewin­nen des Fonds betei­ligt zu wer­den. Nach­dem das Geschäfts­mo­dell des Fonds fehl­ge­schla­gen und die Fonds­ge­sell­schaft in Insol­venz gefal­len war, hat der Klä­ger den Beklag­ten per­sön­lich auf Scha­dens­er­satz in Anspruch genom­men und sein Begeh­ren ins­be­son­de­re damit begrün­det, der Beklag­te habe es ver­säumt, die Ver­wen­dung der Anla­ge­gel­der durch die Fonds­ge­sell­schaft bzw. ihre Initia­to­ren hin­rei­chend zu kon­trol­lie­ren.


Der 34. Zivil­se­nat hat die Vor­aus­set­zun­gen für eine delik­ti­schen Haf­tung des Beklag­ten nicht fest­stel­len kön­nen, so Kroll.


Der Beklag­te habe als Geschäfts­füh­rer der DMI gehan­delt. Zwi­schen sei­ner per­sön­li­chen Inan­spruch­nah­me und etwai­gen Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen gegen die DMI sei streng zu unter­schei­den. Per­sön­lich haf­te der Beklag­te weder wegen uner­laub­ter Hand­lung noch wegen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung des Klä­gers.


Dem Beklag­ten per­sön­lich sei kein betrü­ge­ri­sches Ver­hal­ten nach­zu­wei­sen. Er habe den Klä­ger nicht getäuscht. Nach den abge­schlos­se­nen Treu­hand­ver­trä­gen habe die DMI, für die der Beklag­te tätig gewor­den sei, kei­ne umfas­sen­de Kon­trol­le der dem V. Fonds zur Ver­fü­gung gestell­ten Mit­tel geschul­det. Die DMI habe die Mit­tel auf Abruf der Fonds­ge­sell­schaft zu einer dem Inves­ti­ti­ons­plan ent­spre­chen­den Ver­wen­dung frei­ge­ben müs­sen. Die­sen Anfor­de­run­gen habe der Beklag­te ent­spro­chen. Den Anle­gern gegen­über sei zudem auch im Emis­si­ons­pro­spekt des Fonds nicht mit einer umfas­sen­den Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­le gewor­ben wor­den. Im Übri­gen sei bereits nicht vor­ge­tra­gen, dass die für den V. Fonds ein­ge­wor­be­nen Gel­der nicht pro­spekt­ge­mäß ver­wandt und die Anle­ger des­we­gen geschä­digt wor­den sei­en.


Der Beklag­te habe Anla­ge­gel­der nicht ver­un­treut. Eine der DMI gegen­über den Anle­gern oblie­gen­de Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht oder eine der DMI ein­ge­räum­te Ver­fü­gungs­be­fug­nis sei bei den in Rede ste­hen­den Geld­trans­fers durch den Beklag­ten per­sön­lich nicht ver­letzt wor­den. Sit­ten­wid­rig habe der Beklag­te eben­falls nicht gehan­delt. Er habe die Anle­ger weder getäuscht noch in ver­werf­li­cher Wei­se einer Zweck­ent­frem­dung von Anla­ge­gel­dern Vor­schub geleis­tet.


Kroll riet, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er dazu u. a. auch auf die ent­spre­chend spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

 

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