(Kiel) Der 4. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat ent­schie­den, dass das Wei­ter­ge­wäh­ren eines zunächst zeit­lich befris­te­ten Preis­vor­teils kei­ne irre­füh­ren­de Wer­bung sein müs­se.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf ein am 05.10.2010 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 2. Sep­tem­ber 2010, Az.: I‑4 U 52/10.

In dem zugrun­de lie­gen­den Fall hat­te die Beklag­te, die Kin­der- und Jugend­rei­sen anbie­tet, auf ihrer Inter­net­sei­te eine Rei­se mit einem zeit­lich befris­te­ten Früh­bu­cherra­batt ange­prie­sen. Auch nach Ablauf der Frist wur­de der Preis­nach­lass zunächst wei­ter ein­ge­räumt. Der Klä­ger, eine Ver­brau­cher­zen­tra­le, sah dar­in eine irre­füh­ren­de Wer­bung, der Wer­ben­de müs­se sich an die von ihm gege­be­ne zeit­li­che Begren­zung hal­ten und anschlie­ßend den Preis erhö­hen.

Der Senat wies die Beru­fung des Klä­gers zurück und bestä­tig­te damit die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung des Land­ge­richts Bie­le­feld. Auch Nnach Auf­fas­sung des OLG Hamm ist die bean­stan­de­te Wer­bung nicht irre­füh­rend, betont Dr. Ise­le.

Zum maß­geb­li­chen Zeit­punkt des Erschei­nens der in die Zukunft gerich­te­ten Wer­be­aus­sa­ge sei die­se aus der pro­gnos­ti­schen Sicht des Wer­ben­den rich­tig, da die Beklag­te den Rabatt bis zum Ende der Frist habe gewäh­ren wol­len. Ent­wick­le sich die Markt­la­ge uner­war­tet, kön­ne der gut­gläu­big Wer­ben­de auch noch nach Frist­ab­lauf zuguns­ten der Ver­brau­cher Preis­nach­läs­se gewäh­ren und sei dar­an nicht aus Irre­füh­rungs­ge­sichts­punk­ten gehin­dert. Der Senat hat die Revi­si­on zuge­las­sen.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, die Ent­schei­dung zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen beim Mar­ken­recht auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.


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