(Kiel) Der 4. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat soeben ent­schie­den, dass die Aus­stel­lung, die Bewer­bung und der Ver­trieb der Figur „Ted­dy“ kei­ne Ver­let­zung der für die Ber­li­ner Figur „Bud­dy Bär 2“ bestehen­den Geschmacks­mus­ter­rech­te dar­stellt.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für gewerb­li­chen Rechts­schutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kanz­lei DANCKELMANN UND KERST, Mit­glied in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 13.04.2011 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 24.02.2011, I-4 U 192/10.

Die Par­tei­en bewer­ben und ver­trei­ben jeweils wei­ße Por­zel­lan bzw. aus por­zel­lan­ar­ti­gem Mate­ri­al her­ge­stell­te Figu­ren, die einen auf­recht ste­hen­den Bär dar­stel­len. Die Figur „Bud­dy Bär 2“ ist zuguns­ten der Antrag­stel­ler geschmacks­mus­ter­recht­lich geschützt. Die Antrag­stel­ler sehen in der von der Antrags­geg­ne­rin gewerb­lich genutz­ten Figur „Ted­dy“ ein Pla­gi­at ihrer geschütz­ten Figur und haben Unter­las­sungs­an­sprü­che gel­tend gemacht.

Ohne Erfolg, so betont Dr. Ise­le.

Nach den Vor­schrif­ten des Geschmacks­mus­ter­ge­set­zes steht dem Rechts­in­ha­ber das aus­schließ­li­che Recht zu, das Mus­ter zu benut­zen und Drit­ten zu ver­bie­ten, es ohne sei­ne Zustim­mung zu ver­wen­den. Die­se Rech­te sind nach den Aus­füh­run­gen des Senats nicht ver­letzt. Dafür wäre erfor­der­lich gewe­sen, dass sicht­ba­re Merk­ma­le, die den Gesamt­ein­druck des geschütz­ten Mus­ters „Bud­dy Bär 2“ bestim­men, von der Figur „Ted­dy“ über­nom­men wur­den. Wäh­rend „Bud­dy Bär 2“ ein rela­tiv freund­li­cher Bär sei, der aber eine gewis­se Ernst­haf­tig­keit und Stren­ge auch durch die kan­ti­ge Gestal­tung bei­be­hal­te, wir­ke „Ted­dy“ eher wie eine bana­li­sier­te Comic­fi­gur führ­te der Senat nach einer umfas­sen­den Betrach­tung der prä­gen­den Gestal­tungs­merk­ma­le abschlie­ßend aus.

Rechts­an­walt Dr. Ise­le emp­fahl, die­se Ent­schei­dung zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen auf jeden Fall Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er in die­sem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.

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