(Kiel) Der Ver­brau­cher trägt das Risi­ko, wenn ihm ein von ihm beauf­trag­ter Anla­ge­be­ra­ter eine unwirt­schaft­li­che Kapi­tal­an­la­ge ver­mit­telt und hat des­we­gen kei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen das das Anla­ge­ge­schäft finan­zie­ren­de Kre­dit­in­sti­tut.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 25.02.2013 zu sei­nem Urteil vom 15.01.2013 (I-34 U 3/12), nicht rechts­kräf­tig.

Eine vom Klä­ger, einem Pro­fi­sport­ler aus Lem­go, beauf­trag­te Kapi­tal­an­la­ge­be­ra­te­rin ver­mit­tel­te dem Klä­ger zu Steu­er­spar­zwe­cken den kre­dit­fi­nan­zier­ten Erwerb von Immo­bi­li­en. Durch ihre Ver­mitt­lung erwarb der Klä­ger mit einem vom beklag­ten Kre­dit­in­sti­tut aus Pader­born gewähr­ten Dar­lehn Immo­bi­li­en in Bad Lipp­sprin­ge. Die Kapi­tal­an­la­ge­be­ra­te­rin fiel in Insol­venz. Der Klä­ger konn­te die Immo­bi­li­en nur zu einem sei­ne Dar­lehns­ver­bind­lich­kei­ten nicht abde­cken­den Betrag ver­äu­ßern. Er hat die gericht­li­che Fest­stel­lung begehrt, dass er der Beklag­ten den rest­li­chen Dar­lehns­be­trag in Höhe von ca. 115.000 € nicht zurück­zu­zah­len hat und gemeint, die Beklag­te sei eben­falls dafür ver­ant­wort­lich, dass er den Kre­dit für ein unwirt­schaft­li­ches Anla­ge­ge­schäft auf­ge­nom­men habe.

Der 34. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat das Scha­dens­er­satz­be­geh­ren des Klä­gers zurück­ge­wie­sen, so Hün­lein.

Eine feh­ler­haf­te Anla­ge­be­ra­tung sei der Beklag­ten nicht vor­zu­wer­fen. Bei der Kapi­tal­an­la­ge sei der Klä­ger durch die von ihm beauf­trag­te Anla­ge­be­ra­te­rin und nicht durch die Beklag­te bera­ten wor­den. Die Beklag­te habe das Anla­ge­ob­jekt nicht ver­äu­ßert und nicht ver­trie­ben. Ihre Kennt­nis von einem unlau­te­ren Vor­ge­hen der Bera­te­rin oder ihr unlau­te­res Zusam­men­wir­ken mit der­sel­ben sei­en nicht fest­stell­bar. Die Beklag­te haf­te auch nicht auf­grund einer Auf­klä­rungs­pflicht­ver­let­zung. Als finan­zie­ren­des Kre­dit­in­sti­tut habe die Beklag­te den Klä­ger weder über Gefah­ren und Risi­ken bei der Ver­wen­dung des Dar­lehns noch dar­über auf­zu­klä­ren, ob das zu finan­zie­ren­de Geschäft wirt­schaft­lich ren­ta­bel oder zweck­mä­ßig sei. Der Kre­dit­neh­mer tra­ge das Risi­ko einer für ihn unwirt­schaft­li­chen Anla­ge. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass die Beklag­te den Klä­ger abwei­chend von die­sen Grund­sät­zen auf­grund beson­de­rer Umstän­de aus­nah­mes­wei­se habe auf­klä­ren müs­sen, lägen nicht vor.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Klaus Hün­lein
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