(Kiel) Mit Urteil vom 04.03.2010 hat der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof (VGH) im Nach­gang zu der von der Frank­fur­ter Kanz­lei hün­lein rechts­an­wäl­te erstrit­te­nen Grund­satz­ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 27.05.2009 (BVerwG 8 C 10.08) nun­mehr ver­bind­lich ent­schie­den, dass die Pri­vat­sie­rung des Offen­ba­cher Weih­nachts­markts durch Über­tra­gung auf die Pro­OF GmbH rechts­wid­rig war.

Ins­be­son­de­re war die Stadt gehin­dert, die Ent­schei­dung über die Zulas­sung von Bewer­bern bzw. Markt­be­schi­ckern der Pro­OF GmbH zu über­las­sen. Viel­mehr hät­te sie sich die Ent­schei­dung über die Zulas­sung von Bewer­bern bzw. Markt­be­schi­ckern vor­be­hal­ten müs­sen.


Der VGH ist damit letzt­lich der von dem Klä­ger­ver­tre­ter, dem Frank­fur­ter Rechts­an­walt Klaus Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, und bereits zuvor durch das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tig­ten Rechts­auf­fas­sung gefolgt,  wonach die im Jahr 1997 erfolg­te Pri­va­ti­sie­rung des Offen­ba­cher Weih­nachts­markts rechts­wid­rig war.


Auch wenn es der Stadt Offen­bach durch­aus mög­lich war und auch wei­ter­hin ist, Pri­va­te in die Durch­füh­rung des Weih­nachts­mark­tes ein­zu­be­zie­hen oder die­se auch mit der Durch­füh­rung des Weih­nachts­markts zu beauf­tra­gen, so hat sie sich jedoch selbst das Letzt­ent­schei­dungs­recht vor­zu­be­hal­ten, d.h. die Stadt Offen­bach ist ver­pflich­tet, zukünf­tig die Ent­schei­dung über die Zulas­sung von Bewer­bern zum Offen­ba­cher Weih­nachts­markt aus­schließ­lich selbst zu tref­fen.


Für abge­wie­se­ne Bewer­ber bedeu­tet dies, dass sie gegen die Ver­sa­gung eines Stand­plat­zes auf dem Weih­nachts­markt zukünf­tig wie­der auf dem Ver­wal­tungs­rechts­weg vor­ge­hen kön­nen, d.h. dass gegen einen Ableh­nungs­be­scheid zunächst Wider­spruch und sodann ggf. Kla­ge bzw. ein ent­spre­chen­der Eil­an­trag bei dem zustän­di­gen Ver­wal­tungs­ge­richt ein­zu­rei­chen wäre.


Hün­lein emp­fahl, in ähn­li­che Fäl­len. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.



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