(Kiel) Wer mehr als nur ein Ein­fa­mi­li­en­haus sein eigen nennt, kann unter Umstän­den nur ein­ge­schränkt auf sei­ne pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung bau­en.

Dies, so der Köl­ner  Rechts­an­walt Fach­an­walt für Ver­si­che­rungs­recht Mar­kus von Lau­fen­berg von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, sei die Kon­se­quenz eines Urteils des Land­ge­richts Coburg vom 27.02.2008, Az: 11 O 720/07, bestä­tigt durch das Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg, Beschlüs­se vom 28.05. und 18.06.2008 – Az: 1 U 34/08.


Als der Klä­ger die Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung abschloss, hat­te er nur ein Wohn­haus. Aus beruf­li­chen Grün­den erwarb er spä­ter ein zwei­tes Haus­an­we­sen, in das er umzog. Das ers­te ver­mie­te­te er jah­re­lang. Als es dann leer stand, fror eine Was­ser­lei­tung auf. Ein Teil des Was­sers lief in ein Nach­bar­haus und führ­te dort zu Schä­den von rund 5.500 €, für die der Klä­ger auf­kom­men soll. Er wand­te sich daher an sei­ne Pri­vat­haft­pflicht, die sich aber wei­ger­te, Ver­si­che­rungs­schutz zu gewäh­ren, und dabei auf die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (das „Klein­ge­druck­te“) ver­wies. Dar­in war fest­ge­legt, dass „die Gefah­ren … als Inha­ber eines im Inland gele­ge­nen Ein­fa­mi­li­en­hau­ses, sofern die­ses vom Ver­si­che­rungs­neh­mer aus­schließ­lich zu Wohn­zwe­cken ver­wen­det wird“ ver­si­chert sind.


Das Land­ge­richt Coburg gab der Ver­si­che­rung auf­grund die­ser kon­kre­ten Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen Recht, betont von Lau­fen­berg.


Zur Begrün­dung führ­te das LG Coburg aus, dass der Klä­ger das Haus gera­de nicht zu Wohn­zwe­cken, son­dern als Miet­ob­jekt nutz­te. Um ein Wochen­end­haus, für das die Ver­si­che­rung ein­zu­ste­hen hät­te, han­del­te es sich gera­de nicht. Zudem umfass­te die streit­ge­gen­ständ­li­che Ver­si­che­rung jeweils nur ein Ein­fa­mi­li­en­haus, näm­lich immer das gera­de vom Ver­si­che­rungs­neh­mer dau­ernd bewohn­te, nicht jedoch wei­te­re Haus­an­we­sen. Der Klä­ger muss­te den Scha­den des Nach­barn daher aus der eige­nen Tasche beglei­chen.
Von Lau­fen­berg emp­fahl, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


Er wies fer­ner dar­auf hin, dass in jedem Ein­zel­fall die kon­kret auf den Ver­si­che­rungs­ver­trag anzu­wen­den­den Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen geprüft wer­den müss­ten. Zudem sei es in Abspra­che mit dem pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rer durch­aus mög­lich, einen (alten) unzu­rei­chen­den Ver­si­che­rungs­schutz z. B. auf wei­te­ren Grund­be­sitz zu erwei­tern, um der­ar­ti­ge Haf­tungs­lü­cken in Zukunft zu ver­mei­den.


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