(Kiel) Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len (OVG NRW) hat im Wege des vor­läu­fi­gen Recht­schut­zes ent­schie­den, dass das gesetz­li­che Rauch­ver­bot auch für Gast­stät­ten­be­trie­be gilt, die offen im Lauf­be­reich von Ein­kaufs­zen­tren lie­gen.

Dar­auf ver­weist der Köl­ner Fach­an­walt für Arbeits­recht Frhr. Fenimo­re von Bre­dow, Vize­prä­si­dent der  DASV Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf zwei Beschlüs­se des OVG NRW vom 11.11.2009, 4 B 512/09, 4 B 657/09.


In dem einen Fall ging es um eine Café-Bar inmit­ten der Köln-Arca­den, in dem ande­ren Fall um ein Eis­ca­fé in einem Ein­kauf­zen­trum in Moers. In bei­den Ein­kaufs­zen­tren gestat­tet die Haus­ord­nung des Betrei­bers das Rau­chen im Bereich der Lauf­flä­chen.


Zur Begrün­dung führ­te der Senat u.a. aus, so von Bre­dow:


Nach den Vor­schrif­ten des nord­rhein-west­fä­li­schen Nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes kom­me es allein dar­auf an, dass die Gast­stät­te in einem all­seits von Wän­den und Decken umschlos­se­nen Raum lie­ge. Dies sei auch bei Gast­stät­ten im Lauf­be­reich von Ein­kaufs­zen­tren der Fall. Dass die Gast­stät­te „eige­ne“ Decken und Wän­de habe, sei nicht erfor­der­lich. Es sei auch nicht zu bean­stan­den, dass das Gesetz für Gast­stät­ten in umschlos­se­nen Räu­men ein gene­rel­les Rauch­ver­bot vor­se­he, wäh­rend der Betrei­ber eines Ein­kaufs­zen­trums kraft sei­nes Haus­rechts frei ent­schei­den kön­ne, ob auf den angren­zen­den Lauf­flä­chen des Ein­kaufs­zen­trums geraucht wer­den dür­fe oder nicht. Die stren­ge­re Behand­lung von Gast­stät­ten­be­rei­chen sei des­halb gerecht­fer­tigt, weil dort wegen der Ver­weil­dau­er und nach dem Ver­zehr von Spei­sen sowie dem Genuss anre­gen­der Geträn­ke beson­de­res gern und viel geraucht wer­de. Den bei­den Beschwer­de­ver­fah­ren waren unter­schied­li­che Ent­schei­dun­gen der erst­in­stanz­lich zustän­di­gen Ver­wal­tungs­ge­rich­te Köln und Düs­sel­dorf vor­aus gegan­gen. Die Beschlüs­se des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts sind unan­fecht­bar.


Von Bre­dow emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat in Anspruch zu neh­men, wobei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de  — ver­wies.


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Fenimo­re v. Bre­dow
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